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Jeschurun · 1916-10-01 · Heft 10 (Oktober 1916) · p. Seite 589

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
3 (1916)
Issue
Heft 10 (Oktober 1916)
Date
1916-10-01
Page
Seite 589 (sequence 63)
Language
German
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D. Hoffmann’s ״Deuteronomium״ und ״wichtigste Instanzen“. 589 Befürchtung war nur in der mos. Zeit begründet, in einer späteren hätte sie keinen Sinn. Im Gesetz über die Zeugen (Dt. 19, 15 ff.) soll die trad. Halacha dem Schriftwort widersprechen. Mit schlagenden Beweisen weist der Verf. nach, daß die halach. Auslegung die einzig richtige ist, wobei er auch Geiger’s Hypothese von einer Umgestaltung der Halacha in dieser Frage widerlegt. Die angeführten Beispiele genügen, um auf den tiefen Gehalt dieses bedeutenden Werkes aufmerksam zu machen. Mit inniger Befriedigung legen wir das Buch aus der Hand. H: :}נ * ״Die ,wichtigsten Instanzen gegen die Graf ־Wellhausen* sehe Hypothese, Heft II“ (Beilage zum Jahresbericht des Rabbinerseminars für 1913/14 und 1914/15) ist die jüngste Publikation aus der Feder D. Hoffmanns. In diesen Arbeiten will H. den Nachweis erbringen, daß die von der Kritik als PO bezeichneten Teile des Pentateuchs von den anderen Teilen desselben vorausgesetzt werden oder zumindest in solch enger Beziehung zu ihnen stehen, daß daraus die Einheit der angeblich verschiedenen Verfassern angehörigen Schriften gefolgert werden kann. In dieser Fortsetzung behandelt der Verf. das Verhältnis des PC zu den als IE bezeichneten Teilen der Genesis. Besonders in diesem Buche will die Kritik Doppelberichte entdeckt haben, die aus verschiedenen Quellenschritten stammen sollen. Die Schöpfungsgeschichte, der Bericht über die Sintflut, die Völkertafel und die Geschichte der Patriarchen sollen in verschiedenen, von einander unabhängigen Berichten vorliegen, die erst vom Redaktor zu einem Werk zusammengearbeitet worden sind. Bei Ausscheidung der Quellen von seiten der Kritik werden zusammenhängende Abschnitte auseinandergerissen, ja einzelne Verse werden geteilt und verschiedenen Verfassern zugewiesen. Am anschaulichsten kann man dieses Verfahren aus Haupt’s Regenbogenbibel ersehen, wo die Quellen durch verschiedene Farben dargestellt werden. Unserm Verf. gebührt das Verdienst, als einer der Ersten gegen diese radikale Schule aufgetreten zu sein und sie Schritt auf Schritt bekämpft zu haben. Diesen langjährigen Studien verdankt auch die neueste Schrift ihre Entstehung. Der Verf. weist hier nach, wie jeder Vers in seinen Zusammenhang paßt und wie die als verschiedene Quellen bezeichneten Teile sich gegenseitig ergänzen und voraussetzen und einzeln unvollständig und unverständlich wären. Wir haben nicht das Recht, sogen, charakteristerische Ausdrücke für gewisse Quellen in Anspruch zu nehmen, da sie überall promiscue gebraucht werden. Wo sich sprachliche Verschiedenheiten vorfinden, sind sie im Inhalt des Textes begründet;

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