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Jeschurun · 1916-10-01 · Heft 10 (Oktober 1916) · p. Seite 533

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
3 (1916)
Issue
Heft 10 (Oktober 1916)
Date
1916-10-01
Page
Seite 533 (sequence 7)
Language
German
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עומחד טל מצוד 533 Stelle könnte möglicherweise noch anders genommen werden, תחת אשר לא עבדת את ה׳ אל׳ בארץ בהיותך שפה בשפחה ,Weil du dem Ewigen, deinem Gotte nicht gedient hast, als du im Lande in Freude warst usw., so daß1 der Sinn wäre, weil sie Gott nicht gedient, als sie in glücklicher Lage waren, werden sie den Feinden dienen müssen im Elend12). Es wäre das dann ein ähnlicher) Gedanke, wie der oben erwähnte £n Aboth 3,5 ausgesprochene: ״Wer das Joch der Thora abwirft, dem legt man das Joch der Regierung usw. auf 13). Vielleicht hat der Terminus ״das Joch der Gebote“ gerade in diesen Versen und in dieser Auffassung der Verse seine Wurzel, als das Gegenspiel zu dem eisernen Joch, das Gott durch die Feinde auf den Hals Israels legen will. Doch der Talmud, der berufenste Interpret, faßt das בשפחה unseres Verses als Frohsinn beim Gottesdienst ,',Wo ist es in der Thora ausgesprochen, daß kein Opferdienst ohne Lied? »In dem Verse: ״weil du dem Ewigen nicht gedient in Freude usw.“ Welcher Dienst wird in Freude geübt? Das ist das Lied!14) Wie aber schon hier, so ist auch an anderen für uns in Betracht kommenden Stellen von der שפחה של פצוה in dem Sinne, ,den wir damit verbinden, eigentlich nicht die Rede. Die Stellen im Talmud lauten: ״Man stellt sich nicht beten, wenn man betrübt oder träge ist, Scherz und Spott getrieben, leichtsinnige oder nichtige Reden geführt hat, sondern wenn man erfüllt ist von שפחה של מציה (Beraehoth 31 a). 1-) So Abarbanel. Es läßt sich nicht leugnen, daß diese Erklärung manches für sich hat. Exegetisch ist sie durchaus möglich. Auch sachlieh empfiehlt sie sich schon dadurch, daß der unterlassene Gottesdienst in Freude doch nicht so schwer geahndet werden dürfte. Diese Freude kann ja immer nur ein freies Geschenk der Liehe sein, und wer diese Liehe nicht betätigt, wird dem Geiste der Religion nicht gerecht, aber verdient kaum so schwere Strafe. — Vgl• dagegen Maimonides J. H. Hilch. Lulab IV 15. 13) Aboth de R. N. cap 20 paraphrasiert Aboth 3,5 in der Tat mit unseren Versen.

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