Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- Heft 8 (August 1916)
- Date
- 1916-08-01
- Page
- Seite 461 (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
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ן [ Notiz. 461 I | das Verlangen nach dem Eintritt ins Judentum wecken. Darum ist es j auch völlig verfehlt, hier von einer תקיתא לדםי?ני zu sprechen, vielmehr [ wäre es am Platze, hier an den Satz zu denken: אין לך דבד כדנובלר I בפני תכןדבדז. Noch weniger ist der herangezogene Vergleich mit den! Karäern zutreffend, da deren Ehe infolge der abweichenden Ehegesetze! nicht בדת נלננזדל רינג־ר־אל vollzogen war und darum auch naturgemäß nicht j anerkannt werden konnte. Die Karäer waren auch niemals, wie es in | unserm Fall vorausgesetzt wird, zu einer neuen Ehe und einem neuen j Leben כדת רכדין bereit. Ebensowenig schließt die Halacha, wonach die j Kinder eines jüdischen Vaters und einer nichtjüdischen Mutter keine j Juden sind, die Möglichkeit aus, daß diese Kinder als גרים dem Juden- | tum zugeführt werden. Dafür spricht ja der klare Wortlaut des Schuli chan Aruch Jore deah 268, 7 und die daran geknüpften Erörterungen, i ob die jüdische Zugehörigkeit eines solchen unmündigen Kindes auch j für die Dauer unwiderruflich ist. Daß aber unter solchen Umständen j nicht alle Aufnahmegesuche mit einem Maße zu messen sind, sondern | erst nach gründlicher Prüfung das eine zurückzuweisen, das andre zu 1 gewähren ist, gebe ich gern zu. Für diese Unterscheidungspflicht habe ich aber einen älteren und maßgebenderen Gewährsmann in R. Joseph Caro, der im Beth Josef zu Jore deah 268 ausdrücklich bemerkt, 'לכאן ים ללכלוד כזדזהל לפי ראות?ניבי דזכלררה: und sich dabei auf keinen Geringeren stützt als auf den großen Hillel. Die von H. Dr. F. schließlich empfohlene Erörterung des Problems, die letzten Gründe der jetzigen jüdischen Degeneration aufzudecken, ist gewiß sehr dankbar und empfehlenswert, braucht uns aber darum noch nicht gleichgültig und unzugänglich zu machen gegenüber der Gewissensnot des jüdischen Vaters, der mit seiner für die gleichen Ideale empfänglich gewordenen Gattin seinen Leichtsinn aufrichtig bereut und ihn nach Möglichkeit wieder gut machen will. Zum Schluß möchte ich noch Herrn Dr. F. verraten, daß meine Ausführungen aus der Praxis hervorgegangen sind und z. Z. außer mehreren angesehenen konservativen Rabbinern kein Geringerer als der Posener Oberrabbiner Dr. Feilchenfeld זםנ״ל den von mir angegebenen Standpunkt vertreten hat. Notiz. Von hochgeschätzter Seite geht uns ein Schreiben zu, das an einzelnen Wendungen in dem Aufsatz über ״W. Reymondt, Lodz, das gelobte Land“ (Jeschurun III S. 378—390) Anstoß nimmt. Auf S. 385 wurde gesagt: ״Unserem Helden (und manchem Ostelbier unter uns!) dünkt es z. B. edler, die Tochter eines Millionärs heimzuführen und das Verhältnis mit seiner früheren Braut (Anka), deren bescheidenes Vermögen er bei seinen Spekulationen aufgebraucht hat, zu brechen.14 Und