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Jeschurun · 1916-07-01 · Heft 7 (Juli 1916) · p. Seite 359

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
3 (1916)
Issue
Heft 7 (Juli 1916)
Date
1916-07-01
Page
Seite 359 (sequence 13)
Language
German
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Die Aguna-G-esetze. 359 weil der Heimatsort des Verstorbenen nicht genannt wurde, kommt aber zu dem Schluß, daß das Zeugnis ausreichend ist, zumal der Beiname keinen Zweifel an der Identität zuläßt. In einem andern Gutachten aus demselben Jahre behandelt B. Joel die Frage einer Frau, deren Mann über den gefrorenen Strom gegangen war. wobei das Eis einbrach, so daß er ins Wasser fiel. Um die Einbruchstelle herum war der Strom mehrere Ellen weit gefroren, und nur an einzelnen Punkten war das Eis unterbrochen, B. Joel führt aus, daß die strenge Handhabung des Gesetzes bei Ertrunkenen (מים שאין להם סוף) nur ihre Berechtigung habe, wo die Möglichkeit der Pettung vorhanden sei, wenn z. B. die Wellen ihn ans Land gespült haben können, oder wenn er sich bei einem Schifisunglück an einem Teil des Schiffes festhalten konnte. Bei einem Einbruch in den gefrorenen Strom sind diese Möglichkeiten ausgeschlossen, und der Frau ist deshalb die Wiederverheiratung ohne weiteres gestattet. Viele Gutachten spiegeln die unsicheren Verhältnisse wieder, die eine Folge der kriegerischen Verwickelungen zwischen Polen einerseits, Bussen und Schweden andererseits waren. In einem Gutachten wird erzählt: Ein Fuhrknecht kam nachts nach Brisk und erzählte gesprächsweise, er hätte einen Juden in die Stadt gefahren, und als sie die Brücke in der Nähe der Stadt passierten, seien rohe Menschen gekommen, die den Juden in den Strom stießen. Trotz seiner Hilferufe kam keiner, um ihn zu retten, so daß er ertrank. Der Erzähler brachte die Sachen des Juden, die er auf dem Wagen hatte, und sagte, der Jude, den er mit Namen nannte, hätte in Chorask gewohnt und hätte dort seine Frau. "Wenige Monate später kamen einige Christen und erzählten, sie hätten die Leiche des Juden auf dem Wasser schwimmen sehen. Ein Jude fuhr mit einem Christen auf einem Nachen hinaus, ’ sie holten die Leiche aus dem Wasser und brachten sie in die Stadt. Es waren viele Juden dabei, und einer, Namens Urija, erkannte den Toten als den David ben Bezalel aus Chomsk, der dort Kinderlehrer war; auch ein anderer Zeuge hatte ihn erkannt. Zwei

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