Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1916)
- Date
- 1916-06-01
- Page
- Seite 316 (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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- Isaiah 1× ep/1005097
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316 Proselyten eiast und jetzt. mündiger Kinder andersgläubiger Mütter in den jüdischen Glauben, sowohl mit Rücksicht auf die Halacha, welche das freie Selbstbestimmungsrecht solcher Proselyten in späteren Jahren der Reife beschränkt)1, als auch in der Erwägung, wie äußerst verhängnisvoll für uns und unsere Religion es ist, wenn Leben und Gesinnung dieser Kinder in schroffstem Widerspruch zu der Grundvoraussetzung und -Verpflichtung sich in unjüdischem Geiste entwickelte. Nur, wenn dafür genügend gesorgt ist, daß das Kind in religiös-jüdischem Kreise und Geiste großgezogen wird, dürfte dem Wunsche um Aufnahme des Kindes in den Bund Abrahams stattzugeben sein. — Durch diese und ähnliche selbstgezogene Schranken wird wohl die Zahl der ohnehin relativ selteneren Übertritte zum Judentum noch gemindert, aber sie werden uns und der Welt gegenwärtig halten, daß das Judentum in seinem unerschütterlichen Yertrauen zu sich selbst durchhält durch alle Zeitläufe, und sein einziges, uns erlaubtes und gebotenes Werbemittel, heute noch, wie einst die würdige Vertretung des Judentums in seiner ganzen Tiefe und Reinheit vor der Welt ist. Nur die innere Kraft der in diesen Tagen gefeierten Lehre, und vor allem das Leben dieser Lehre, das praktische Beispiel, soll auch in der Zukunft wie in der Vergangenheit die Herzen gewinnen, wie die Alten sinnig das Wort des Propheten Jesaja gedeutet haben: ״Bringt der Israelit zum Ausdruck, ich gehöre in makelloser Vollkommenheit dem Ewigen an, so wird der andere, der wahrhaftige Proselyt, sich begeistert mit dem Namen Jakobs nennen14. (Meehilta a. a. 0.) ף S. Sclmlchan-Aruch J. D. 268, 8 Resp. דזהס סופר II 253.