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Jeschurun · 1916-03-01 · Heft 3 (März 1916) · p. Seite 175

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
3 (1916)
Issue
Heft 3 (März 1916)
Date
1916-03-01
Page
Seite 175 (sequence 47)
Language
German
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Neuerscheinungen der talmudischen Literatur. 175 heuer zeitraubende und zwecklose Arbeit abzunebmen. In diesem Bande — zwei Bände zu den Traktaten Sukka und Bosch-haschana sind bereits 1910 und 1912 erschienen — ist die Aufgabe noch dadurch erweitert, daß der Vf. auch Bemerkungen aus einer ganzen Leihe späterer Kommentatoren zur Mischnah und Talmud einfügt. Auch hier ist für den Leser der große Vorteil gegeben, daß er, was er entweder nie zu Gesichte bekommt, weil er es in den Kommentatoren nicht nachgelernt oder was er, wenn er es einmal gesehen, wieder völlig vergesssen hat, an Ort und Stelle zusammen findet. Freilich wäre hier ein Weniger oft mehr gewesen. Der Vf. hat auch die Parallelstellen, die in נלסורת דזטז״ס angegeben werden, überall in extenso mitgeteilt. Das ist m. E. für den, der ״auf dem Blatt lernt“ in dieser allgemeinen Durchführung nicht nötig. Es wäre daher für die folgenden Bände zu empfehlen, nur dort die Parallelstellen in extenso mitzuteilen, wo an Ort und Stelle die Sache unklar ist oder so kurz gebracht wird, daß sie der Vervollständigung bedarf und ßaschi z. St. nicht ausführlich genug ist. Fast immer macht בלסורת דגפו״ס dann selbst einen Zusatz wie *ועייין oder םם> Eine sehr große Unterstützung bieten demjenigen, dem die in Baschi und Tossaphot angeführten Stellen nicht ohne weiteres bekannt sind, die mitgeteilten Zitate. Aber auch hier wäre eine Kürzung für die Folge wünschenswert. Ganz trefflich ist auf Seite 296 z. B. in den letzten drei Zeilen mitgeteilt, was zum Verständnis des zweiten Tossaphot Berachoth 27 b nötig ist. Zu den beiden anderen dort angeführten Zitaten aus Baschi ist zuviel beigebracht. In dem ersten sollte die erste Hälfte wegbleiben und das Zitat mit den Worten!בלט־דבו עוברי עברה (so ist der Druckfehler auf S. 296 Z. 10 zu verbessern) beginnen. Im zweiten Zitat ist die zweite Hälfte entbehrlich. Denn zur Erklärung für die Verbitterung, die sich gegen Babban Gamliel wegen seines ״tyrannischen“ Vorgehens angesammelt, hätte es genügt, wenn die Vorgeschichte seiner Differenz mit Babbi Josua angegeben worden wäre und das Zitat mit den Worten geschlossen hätte רלך ובל£או ר״ע כליצר»• Der Vf. ,wird freilich aus dem letzterwähnten Beispiel seinen Gegenbeweis bringen können. Gerade aus der zweiten Hälfte, wo mitgeteilt wird, daß B. Akiba und R. Dossa ben Horkinos die Anordnung Babban Gamliels als für B. Josua verbindlich begründete und aus den Schlußworten, in denen B. Gamliel in so rührenden Worten B. Josua begrüßt, fällt ja ein rechtes Licht auf unsere Stelle, daß es mit der ״Tyrannisierung“ B. Josuas nicht so schlimm gewesen sein kann.- Ein großes pädagogisches Geschick entfaltet der Vf. in der Auswähl der Stellen aus den späteren Kommentatoren. Hier, wo er nicht an sein Programm der vollständigen Wiedergabe gebunden ist, bewährt sich besonders sein eindringendes Verständnis für die Bedürfnisse des Lernenden. Die Zitate aus dem צל״ח sind überaus glücklich gewählt,

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