Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- Heft 3 (März 1916)
- Date
- 1916-03-01
- Page
- Seite 171 (sequence 43)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Mitteilung. 171 ir Tau un Regin, dan kleit si sich on mit ir grinem Schlauer und wert a taire Wirtin. אם כל חי Ober wenn si entsagt sich vun Himi, hainu sie is nit mekabbel, kain Tau un Regin, dann wert ir Harz vertrikint un is aus wohltetige Wirtin. Dosglaichen soll ich nemen in Gidanken: Wenn kenn maine Wohltetigkeit existiren, sain a fainer Mann "אוהב את הבריות? nur beeiß ich bin ארדלב את הבלקום ich lerin sain Tauro wos si is maschpia auf'n Menschen gaistliche Tau un Regin. Die eine Tugend der Erde ist: Sie ist eine große Wohltäterin: Sie nährt und kleidet alle Geschöpfe, sie gibt uns die Stoffe, unser Haus zu bauen, uns zu schmücken, kurz unzählige Wohltaten übt an uns die Erde. Aber das zweite: Wäre einer auch nur tausendmal weniger wohltätig als die Erde, so fühlte er sich so stolz und groß, daß es kaum zu ertragen wäre. Aber die Erde, so wohltätig sie ist, sie ist nicht stolz, im Gegenteil, sie läßt sich vom Kleinsten treten. Das ist der Sinn der Bitte: ״Meine Seele soll in allem wie die Erde sein“, sie soll alle Vorzüge der Erde haben, sie übe Wohltat und fühle sich doch über keinem erhaben! Auch das mag meine Seele von der Erde lernen: Wann hat die Erde all diese Vorzüge, wenn sie sich zum Himmel freundlich stellt und dieser Tau und Regen gibt, dann kleidet sie sich in ihren grünen Schleier, wird eine Wirtin, wundermild, die Mutter alles Lebenden. Doch wenn sie sich dem Himmel versagt, den Tau und Regen nicht annimmt, dann verdorrt ihr Herz, und der Wirtin milde Wohltat ist geschwunden. Das soll auch ich bedenken: Wann kann mein Wohltun in die Erscheinung treten, ich ein edler Menschenfreund sein, der den!Nächsten liebt? — nur dann, wenn ich Gott liebe, wenn ich in seine Thora mich versenke, die dem Menschen aus Himmelshöhen den Tau und Regen des Geistes spendet. Mitteilung. Mein Artikel קרן השור (Jeschnranl915, H, 5) hat zwei Entgegnungen veranlaßt (Jeschurun 1916, III, 1), eine des Herrn Rabbiner Dr. S.-Klein, die andere des Herrn Rabb. Dr. Wohlgemuth. Für die Sachlichkeit, mit