Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- Heft 3 (März 1916)
- Date
- 1916-03-01
- Page
- Seite 164 (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
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164 Probleme der Pentateuchexegese. (Urgeschiclite S. 221) כל בני streichen und im Texte nur אבי עבר lesen. Das ist eines von den Universalmitteln der Kritiker* womit alles, was man braucht, im Bibeltexte gefunden werden kann. Das hohe Alter der Völkertafel ist, wie von vielen neueren Erklärern bereits bemerkt worden, schon daraus ersichtlich, daß alte Völkernamen, wie מגי ,ערב (Jer. 51, 27) und פרס hier fehlen. Dadurch ist besonders die Graf-Wellhausensche Theorie ge* troffen, welche P in die naehexilische Zeit versetzt. ״Es scheint unmöglich“, sagt Eerdmans (Altt. St. 9), ״daß ein Schriftsteller der exilischen oder nachexilischen Zeit an einem Volk (den Persern) vorübergehen würde, das für Israel damals das meist bedeutende war“. צידון wird genannt, aber nicht צור, das schon zur Zeit Davids jenes überflügelt hatte. Das Fehlen der רפאים erklärt sich leicht dadurch, daß diese schon zur Zeit Mose's fast vernichtet waren; eben aus diesem Grunde ist dio Nichterwähnung der עוים ,אימים ,זהים und הורים nicht auffällig. Wenn manche aber aus dem Fehlen des Amalek folgern wollen, daß unser Kap. erst nach der Zeit Sauls entstanden sei1), so ist dies schon deshalb vollständig unbegründet, weil ja auch das Gebot תמהה את זכר עמלק die Ursache der Nichterwähnung dieses Räubervolkes unter den 70 Völkern sein kann. Daß Kap. 11, 1—9 im Widerspruch sich befinde mit Kap. 10, wonach die Teilung der Menschheit in verschiedene Völker und Sprachen in natürlicher Weise vor sich gegangen sein soll, ist eine Fiktion der neuesten Kritiker (Wellhausen Kuenen u. a.), die dadurch sich veranlaßt sahen, obiges Kap. einem J2 und 11, 1—9j einem J1 zuzuweisen. Die ganze Differenz erscheint gesucht. Im Kap. 10 wird auch die Teilung der Erde als Tatsache mitgeteilt (v. 25); nur wird dort, um den Zusammenhang nicht zu unterbrechen, das Ereignis bloß angedeutet, das in 11,1—9 in detaillierter Ausführung dargestellt ist. ג) Diese Ansicht beruht auf der Voraussetzung, daß die von Saul vernichteten Amalekiter nicht die Nachkommen des Amalek, Sohn Esau’s, sondern ein uraltes Volk waren, das in Gen. 14, 7 genannt wird. Diese Voraussetzung ist aber noch sehr fraglich, vgl. Raschi zu 14, 7.