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Jeschurun · 1916-02-01 · Heft 2 (Februar 1916) · p. Seite 127

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Journal
Jeschurun
Volume
3 (1916)
Issue
Heft 2 (Februar 1916)
Date
1916-02-01
Page
Seite 127 (sequence 63)
Language
German
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Mitteilungen. 127 nun naclizutragen, daß die erwähnte Jelamdenu Haßafah unecht und einer jüngeren Quelle in Bamidbar rabba (Kap. XIII, Absch. 2i) zugehörig ist, woselbst über das plus von sieben Buchstaben in den Zehngeboten über der Zahl GIB das Nötige nachgelesen werden kann. Bei dieser Gelegenheit sei noch die Bemerkung gestattet, daß die mit bewundernswerter Anerkennung Kidduschin 30 a gerühmte soferische Tätigkeit der alten Weisen, die nicht nur mit Ernst und Treue sich in die Erforschung des Schriftwortes versenkten, sondern mit Liebe und Hingebung auch äußerlich diesen heiligen Text in seine Bestandteile zerlegten, die Buchstaben wie Perlen einzeln zählten und nach dem Zahieninhalt verwerteten — bei sorgfältiger Beachtung für die Aufhellung so manch dunkeln Talmud- und Midraschspruchs recht nutzbar gemacht zu werden vermag. So hat der in Anlehnung an V.ß.MX 12, in Menachoih 43b gebrachte Ausspruch: א״ת מה אלא מאה den Umstand zur Grundlage, daß mit den Buchstaben dieses Satzes bis Hundert gezählt werden kann, worauf der Kabbalist R. Abraham Saba ״im Zror Hamor viele hundert Jahre vor Epstein in seiner ״Thora Temimah״ bereits aufmerksam gemacht hat. Ähnlich verhält es sich mit den sogenannten גמטדיאודג, die oft zu geistvollen Adgadoth wie סלם זה סיגי (Midr. IM 28,11) עפרן זה רע עץ (das. 23,15), zu scherzhaften Wortspiel wie נכנס יין יצא סוד $Erubirn 65 a), manchmal sogar zur Stütze einer Halachah (Nasir 5 a, vgl. auch Toßafoth Chulin 28 a) Verwendung gefunden, häufig aber auch, ohne daß dies deutlich gesagt wird, die Grundlage von Aussprüchen bilden, die, weil dies nicht erkannt wird, den absonderlichsten Auslügungen verfallen. So wird in dem מטטרון שמי בשם רבו (Sanhedrin 38 b) auf den gleichen Zahlen wert des Wortes mit der Bezeichnung שדי angespielt; daß die Engel zu ihrem Fleischmahle Senf von Abraham vorgesetzt erhielten (Baba Meziali 86 b), witzig dem gleichen Zahlenwert dieses Wortes חי־דלא mit dem רך וטוב der bezüglichen biblischen Erzählung (IM. 18,7) entnommen, wie schon von v;aharscha zur Stelle bemerkt worden ist und eben so liegt auch, um im Hinblick auf die bevorstehenden Purim-Tage mit einem auf diese bezüglichen eclatanten Beispiel zu schließen, dem vom Schulchar* Aruch wörtlich übernommenen Ausspruch Rabas Megilla 7 b הייב איגש לבס ומי בפוריא עד דלא ידע בין ארור המן לברוך מרדכי nur die dem Talent und der Versiertheit unserer Weisen in die Augen gefallene Wahrnehmring zugrunde, daß der Zahlenwert der Namen der beiden einander feindlichen Personen mit dem einem jeden begleitenden gegensätzlichen Wunschworte die gleiche Summe von je 5*52 ergibt. Dieses wurde nun scherzweise dahin gedeutet amPuiiin diesen unmöglich scheinenden, aber in den Namen und Worten gegebenen Ausgleich in -dem Sinne betäubenden Weingenuß zu suchen. Wer mit Aufmerksamkeit diesen Dingen nachgeht, wird noch mehr solcher Beispiele finden. Herr Prof. Samuel Krauss-Wien schreibt uns: Eine anmutige Aggada nennt Rektor D HofFmann (Jeschurun

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