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Jeschurun · 1916-01-01 · Heft 1 (Januar 1916) · p. Seite 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
3 (1916)
Issue
Heft 1 (Januar 1916)
Date
1916-01-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Deutschland und die Ostjudenfrage. 5 niederer Kultur, das durch das Beispiel der rationellen Bodenbebauung auf eine höhere Stufe gehoben werden könnte. So ist die Angliederung russischen Bodens sittlich berechtigt und politisch nicht nur nützlich, sondern eine unbedingte Notwendigkeit. Das 7. Kapitel übersehreibt deutsch: „Das Zartum ist unser einziger Feind.“ Es heißt darin: „Die Deutschen de.s früheren Mittelalters fanden keine ebenbürtige Macht neben sich, und sie hatten das Recht, sich nach allen Seiten hin auszudehnen. Ihr Recht schlug in Unrecht um, seitdem die Lombarden und Toskaner — zu einem großen Teil romanisierte Germanen — ihnen in der Kultur überlegen waren, sie aber fortfuhren, deren Gebiet mit barbarischer Gewalt unterjochen zu wollen. Der Barbarei gesellte sieh noch die Torheit, als Deutschland von Sieilien aus regiert werden sollte. Dieses Experiment schlug <las Reich in Stücke und entfesselte die nach Selbständigkeit strebenden Territorial fürsten. Diesen blieb fortan die Vollendung der begonnenen Kolonisation im Slavischen überlassen, und von einer einheitlichen, zielbewußten Reichspolitik diesem Osten gegenüber konnte keine Rede mehr sein. Vielmehr haben die Territorialfürsten — seit dem 16. Jahrhundert unter dem Vorwand der Religion — das Reich um die Wette zerrissen, ans Ausland verkauft und verraten. So kam es, daß ein gewaltiges Russenreich heranwachsen durfte, dessen Entstehung zu verhindern. Aufgabe der Reichspolitik gewesen sein würde, wenn es eine solche gegeben hätte. Seitdem es stark genug geworden ist, uns sowohl die kolossale Ausdehnung nach Südosten, die einzige für uns mögliche, als auch die kommerzielle nach Osten zu sperren, ist es unser Todfeind, und zwar nach dem, was im dritten Kapitel auseinandergesetzt worden ist, der einzige, den wir haben. Nicht etwa das russische Volk ist unser Feind, das brauchen wir im Gegenteil, sondern der russische Staat, das Zartum. Was ist dieses Zartum? Es ist die von Deutschen gegen Deutschland organisierte Slavenwelt.“ Das ist ein wörtliches Zitat aus Jentseh. Wir sehen, er

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