Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1915)
- Date
- 1915-12-01
- Page
- – (sequence 63)
- Language
- German
- Belongs to
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Mitteilungen. 591 Mitteilungen. Herr Rektor Dr. D. Hoffmann bemerkt zu Jesciiuruii II S. 420ft.: In Bezug auf die Mischnah =אנא בש wäre auch zu Geigers Ansicht in dessen nachgelassenen Schriften B. 5 (hebr.) S. 101 ff. Stellung z* nehmen. Zu S. 417 ft': Bezüglich ״Taschlich“ ist auf die alte Sitte, am Wasser zu beten, hinzuw eisen. Aus meiner Abhandlung *Die Synagogen im Altertum‘4 sei die diesbezügliche Stelle aus der ״Jüd. Monatsschrift4‘ Beilage zur ״Jüd. Presse“ 1899S.23, da diese nur wenigen zugänglich sein wird, hiermitgeteilt. In einem Dekrete des Iiats und der Gemeinde zu Halikernassos aus der Zeit des Augustus wird verfügt, daß es den luden gestattet sei, sowohl die Sabbate zu feiern, als auch den Gottesdienst nach ihren Gebräuchen zu verrichten und nach der väterlichen Sitte am Meere Gebete abzuhalten (Josephus Antiquitates XIV 10.23. Auch von den Juden zu Philippi in IViacedonien wird berichtet, daß sie am Sabbat am Strome außerhalb der Stadt beteten (Eds. XIV 16,13). Philo erzählt (II 5,35). daß die alexandrinischen Juden nach der Verhaftung ihres erbitterten Feindes Flaccus aus der Stadt herausströmten, um am nahen Gestade, als dem reinsten Platze ihre Gebete zu verrichten. Der Reisende Benjamin von Tudela erzählt ebenfalls, daß die Synagoge des Jecbeskel am Strome lag. Nach der Ansicht unserer Weisen gilt überhaupt außerhalb Palästinas nur der Platz am Wasser als rein und für die Verrichtung heiliger Handlungen geeignet. So sagt die Mechilta (Friedmann lbj: Obwohl Gott sich dem Propheten um des Verdienstes der Väter willen auch außerhalb Palästinas offenbarte, so geschah dies doch nur an einem reinen Orte am Wasser, wie es heißt: ״Ich war am Bache Ulai usf.״ (Daniel 8), ״Ich war am Ufer des großen Stromes Chidekel usf.“ (Dan. 10), ferner: ״Es erging an mich das WTort ... im Lande der Chaldäer am Strome Kebar“ (Ez. 1), Und die Mechilta des R. Simon bemerkt: ״Bevor Palästina seine Heiligkeit erlangte, waren alle Länder-- für die Prophetie geeignet, später aber erging die Offenbarung an die Propheten nur am, Wasser, wie es heißt usw. Auch mit Jona sprach Gott nur am Wasser usw. Vgl. auch Baal hatturim zu Gen. 16, 7. Herr Oberrabb. M. Stein-Tyrnau schreibt uns: Zur gründlichen Abhandlung desRectorsDr. Hoffmann ״über die letztenB Verse der Thora״ Jeschurun II Heft 8/9 weise ich noch auf folgende Stellen hin: Im Talm. Jerus. MegBa HI. wird im Namen des R. Jose b. Bun mitgeteilt: תכלכיא פסרקא אחדי דכמצכד תרדה מערכין ברכז־־! לפכידגן ולאחרידן. Analog ist auch die Stelle im Tract. Szofrim XII 6.