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Jeschurun · 1915-12-01 · Heft 12 (Dezember 1915) · page 43

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1915)
Issue
Heft 12 (Dezember 1915)
Date
1915-12-01
Page
– (sequence 43)
Language
German
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Homiletisch-Exegetische: 5 71 Wir haben oben das Wesen dieser drei positiven Pflichten dahin präzisiert: Heilige deine Person, deine Arbeit, deine Familie. Gottesglaube ist Heiligung deines eigenen, gottentstammten Ich (אנכי). Sabbat ist Wreihe und Erhebung deines alltäglichen "Wirkens und Schaffens. Elternehre ist Versittlichung des Menschlich-Geschlechtlichen. Positiv bleibt diese eine Tafel trotz לא יהיר und לא תשא; denn das zweite und das dritte Gebot sind — in diesem allgemeinsten Sinne — lediglich Ausführung des ersten, ergänzen ja auch dessen geschichtliche Gottesbegründung mit der Feststellung des göttlichen WTesensundNamens. Diese einheitliche Zusammenfassung der ersten fünf Gebote macht auch den Zusatz למק יארבון ימיך völlig verständlich, der auf das fünfte Gebot allein bezogen, die bekannten Schwierigkeiten mit sich bringt; dagegen als Abschluß der ganzen ersten Tafel betrachtet (so auch Sforno!) reiht er der darin befohlenen Lebenshaltung die damit begründete Lebensdauer, sowohl des einzelnen wie der Gesamtheit, harmonisch an. Ganz analog klingt ja auch das in והיה אם שפרע zusammengefaßte Lebens- Programm aus in למק ירבו ימיכם (V 11, 13—21). Den drei Heiligungsgeboten der positiven Tafel stehen gegenüber drei Entweihungsverböte der negativen Tafel: was du an dir weihen und heiligen sollst, darfst du am anderen nicht zerstören. Zerstöre nicht sein göttlich Selbst — durch Mord1); zerstöre nicht den Frieden seiner Familie — durch Ehebruch; zerstöre nicht denErtrag seiner Arbeit—durch Diebstahl2} Das neunte und das zehnte ״Gebot“ treten aus dieser Reihe heraus — wie das zweite und dritte der ersten Tafel. לא תענה und לא ת חס ד begründen die Gebote des Mordes, Ehebruchs und Diebstahls, indem sie den Begriff רעך einführen. Der Andere ist רעך, dein Nächster: du darfst, ף Vgl. באדר z. st.: הראשון* מך דברדים האחרדכים הוא הקשה שהוא להפריד הכשכלה כלעל הגרן5 ולשפוך דם האדם אשר ברא אלהים בקלמרי Die Beziehung des 6. zum I. Gebote lehrt übrigens auch die Geschichte Kains. נזיק לאדם בגופו בכבודו ף ובביניונד ןספידכי שכלית כ׳ י"ב] אכלנם הדזבלשה דברות אחרות דהן שלא

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