Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1915)
- Date
- 1915-12-01
- Page
- – (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
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Homiletisch-Exegetisches. .09 Hauptteil; Israels Erwählung, schreitet fort von der Unwandelbarkeit Gottes und der Unbeständigkeit Israels (gewissermaßen Themasetzung V. 4—6). zu Israels Gottes-Bestimmung vom ersten Anbeginn (V. 7—9), zu seiner Befreiung und Erlösung (Y. 10—12), und endlich zu seiner höchsten inneren und äußeren Blüte (V. 13—15). Der zweite Hauptteil. Israels Fall, schildert seinen Götzendienst (Y. 16—18), Gottes Zorn und Strafandrohung (V. 19—21), und endlich diese Strafe selber (Y. 22—27). wobei die drei ersten Verse die Strafe durch Naturgewalten, die drei letzten durch den völlige Vernichtung drohenden Feind ausmalen. Der dritte Hauptteil. Israels Rettung, geht aus von dem Feind, der nicht weiß, daß er Gottes Werkzeug ist (Y. 28 — 30), und dessen Taten darum eine giftige Frucht am Menschheitsbaume sind (V. 31—33) deshalb muß Gott wieder Vergeltung üben für die Erniedrigung Israels (V. 34—36), und dann zeigt sich der abgrundtiefe Gegensatz zwischen dem ציר. auf den jene, und dem ציר. auf den Israel baut (V. 37—39). Im Schlußvers 39 gibt איי אני הוא und אני אמיח יאחיוז den Gesamtinhalt, das Wesen des einzigen Gottes und das Schicksal des von ihm erwählten Volkes, mit unvergleichlicher Kraft wieder. Der eigentliche Schluß (V. 40—43. die einzige vierversigo Strophe) kehrt, wie bereits bemerkt, mit seinem כי אשא אל שמים יד' sinngemäß wieder zum einleitenden האזינו שמים zurück: liier ein Himmelsschwur Gottes, dort ein Himmelsanruf der Menschen. Das von Mir bestimmte Schicksal Israels wird euer eigenes, euch vernichtendes Schicksal — so beschwört Gott die Völker und darum הרניני גוים עמו, sollen die Völker, um der Gottesstrafe zu entgehen, dem Gottesvolke Freude und Freiheit Leben und Licht gewähren. Das entspricht genau dem הכו נדל לאליהני, in das die Einleitung ausklingt. Israel verlangt von der Welt Anerkennung für seinen Gott, und Gott verlangt von der Welt Anerkennung für sein Volk1). x) Vielleicht ist ein wenig Zahlen-Symbolik gestattet. האזינו zählt insgesamt 4B Verse. Einleitung und Schluß 344־; das Mitteistück hat 4x3 Verse in jedem einzelnen Teil, und 3x4 Strophen im ganzen.