Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1915)
- Date
- 1915-12-01
- Page
- – (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
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566 Homiletisch-Exegetisches. weist, soll immer mehr und mehr im Lichte wissenschaftlicher Wahrheit erglänzen: אשריך ישראל יאחה עי במותימי חדרך Glücklieh Israel, auf den Höhen der Völker schreitest du, gestützt auf deinen Gott, dahin! Homiletisch-Exegetisches. Von Habbiner Dr. K.osenthal-Cöln. I. Der Segen Bileams. Im ersten Segen Bileams (IV 23. 7—10) liegt der sichere Mittelpunkt und unbestrittene Grundgedanke in den für die Jahrtausende geprägten Worten: ״Sieh‘ da, ein Volk, das für sich allein wohnt und unter die Völker sich nicht rechnen läßt4‘: — ein Volk also, bei dem die gewöhnlichen und empirischen Gesetze der Völkergeschichte, ihres Werdens. Bliihens und Vergehens nicht anwendbar erscheinen; ein Volk, mit einer ganz besonderen, g 01 tgewolltenEntwickelung: und״ wer kan n fluchen, wo Gott nicht flucht?“ Daß demnach die an ״Sieh־ da. ein Volk. . . “ sich anschließenden Worte: מי מגה עפר יעקב ומספר את רבע ישראל nicht gedeutet werden dürfen im Sinne der tatsächlichen TJnzählbarkeit. der materiellen Größe und Menge Israels, ist klar. Abgesehen davon, daß die ganze jüdische Geschichte eine solche Auffassung Lügen straft, wäre sie ja gerade die von Bileam zurückgewiesene materialistische Betrachtungsweise und stände ferner zu dem unmittelbar folgenden חמח נפשי מית ישרים ותהי אחריתי כמהו außer jedem inneren Zusammenhang. Im Gegenteil, die Frage ist negativ: ,,Zählt man denn den Staub an Jakob, mißt man denn das Irdi sche-Tierische bei Israel? ־ רבע) — das aus den .,vier“ Grundelementen Bestehende). Nein