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Jeschurun · 1915-12-01 · Heft 12 (Dezember 1915) · page 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1915)
Issue
Heft 12 (Dezember 1915)
Date
1915-12-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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Der Midrasch ha-gadol. B Bisher ist bloß der erste Teil, der Midrasch ha-gadol zum 1. B. Moses im Jahre 1902 zu Cambridge erschienen, mit einem Vorwort und Anmerkungen von Prof. S. Scheckter versehen. Nun ist an mich die Aufforderung von den Vorstehern des ״Mekize-Xirdamim-Vereins“ ergangen, die Herausgabe des zweiten Teiles: des Mid. hag. zum 2. B. M. zu übernehmen. Ich habe mich dieser Aufgabe schon deshalb unterziehen zu müssen geglaubt, weil ich durch die im Jahre 1905 von mir herausgegebene ״Mechilta des Rabbi Simon ben Joeliai“ die Lösung dieser Aufgabe bereits teilweise begonnen hatte. Zu dieser Edition stehen mir vier Manuskripte des Midrasch ha-gadol zu Gebote: ein Mskr. der Königlichen Bibliothek zu Berlin (Ms. Or. 1201 —1208 fob), das ich der Ausgabe zugrunde gelegt habe; zwei Manuskripte hat mir Herr ElkanAdlerinLondon und ein Manuskript Herr Prof. Scheckter in Xew York gütigst zur. Verfügung gestellt. Bisher sind von dieser Ausgabe 2 Hefte zusammen 242 Seiten, gedruckt, in welchen der Midrasch hagadol zu den ersten 5 Sidras des Buches טמדה" mit Arniierkungen und Quellennachweisen enthalten sind. Es ist dies ungefähr die Hälfte dieses Midrasch-Teiles. Die zweite Hälfte hoffe ich בע״ה in den nächsten beiden Jahrgängen der Schriften des Vereins מקיצי נרדמים erscheinen zu lassen. Es sei hier für die Leser dieser Zeitschrift eine anmutige Aggada. deren Quelle ich nicht ausfindig machen konnte, aus dem 1. Hefte dieses Midrasch S. 17 in deutscher Übersetzung mitgeteilt■. ..Es erzählte R. Pinchas: Zu Damaskus war einst ein Götzentempel, dessen Priester Abba Guljas hieß. Dieser hatte viele Jahre den Dienst eines Götzen versehen. Einmal traf ihn schwere Krankheit. Er schrie viele Tage zum Götzen, aber ohne Erfolg. Da ging er einmal nachts hinaus und sprach: Herr der Welt, höre mein Gebet und rette mich aus meiner Xot! Gott erhörte sein Gebet und er genas. Nun stahl er sich fort, gelangte nach Tiberias und trat dort zum Judentum über. Da er sehr eifrig in der Erfüllung frommer Pflichten war. wurde er zum Armenvorsteher gewählt. Aber

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