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Jeschurun · 1915-12-01 · Heft 12 (Dezember 1915) · page 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1915)
Issue
Heft 12 (Dezember 1915)
Date
1915-12-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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552 Der Midrasch ha-gadol. sobald er Geld in die Finger bekam, da vergriffen sieb die Hände, die das vom Götzentempel gewöhnt waren? auch an dem geweihten Gelde. Da erkrankte sofort das eine Auge und erblindete. Und als er sich ein zweites Mal am Heiligen vergriff, da erkrankte auch das zweite Auge, und er wurde völlig blind. Als nun seine Landsleute nach Tiberias kamen und sahen, daß er blind geworden, da sagten sie zu ihm: ״Was hei Dir Abba Guljas ein. deinen Scherz mit unserem Abgott zu treiben? Da hast Du nun Deine Strafe־“ Was tat aber Abba Guljas? Er sagte zu seiner Frau: ״Mache Dich auf, wir wollen nach Damaskus geben!“ Sie nahm ihn an der Hand, und so gingen sie. Als sie in die Städte des Bezirks von Damaskus kamen; da sammelten sieb alle um ihn und sagten: ״Das ist ja Abba Guljas, das war recht' von unserem Abgott, daß er Dir die Augen geblendet.“ Und er antwortete: ״Deshalb komme ich. ja, um zu ihm zu beten und meinen Frieden mit ihm zu machen, vielleicht gibt er mir mein Augenlicht wieder.“ In Wirklichkeit hielt er sie zum Besten. So kam er nach Damaskus. Da sammelten sich um ihn ganze Volksmassen von Damaskus und sprachen zu ihm: ״ Ab ha Guljas, unser Meister, was ist aus Dir geworden?!“ Und er antwortete ״Das, was ihr seht!“ Sie sagten: ״Du glaubtest unseres Abgottes spotten zu können, nun, er hat einen rechten Spott mit Dir getrieben!“ Er täuschte sie aber immer noch und sagte ihnen: ״Ich komme um mit ihm meinen Frieden zu machen, vielleicht erbarmt er sich meiner. Geht, versammelt alle Bewohner des Landes!“ Da kamen Schaaren über Schaaren in den Götzen- Tempel, sie stiegen zum Teil auf die Dächer. Ais alles voll war da sagte er zu seiner Frau, sie sollte ihn auf eine ihm bekannte Säule stellen, und als er oben stand, begann er: ״Liebe Brüder, Genossen meiner Vaterstadt Damaskus! Als ich hier Priester im Dienste des Abgottes war. da haben die Leute mir mancher•־ lei in Verwahrung gegeben, und ich habe es veruntreut. Dieser Götze hat ja keine Augen und Ohren, daß er es hätte sehen und hören können. Aber dann kam ich zu Einem, dessen

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