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Jeschurun · 1915-11-01 · Heft 11 (November 1915) · page 36

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1915)
Issue
Heft 11 (November 1915)
Date
1915-11-01
Page
– (sequence 36)
Language
German
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516 Von den 613 Gesetzen. als die, ihrerseits wiederum in Unterabteilungen zu spaltenden Dikdukim einer Mizwa anzusehen, und zwar des Gesetzes^ alle Opfer im Tempel zu Jerusalem darzubringen (5. B. M. 12,14. Gebot 84). Dieses Gesetz kann auf keine Weise koordiniert neben die anderen Opfergesetze gestellt werden, denn alle anderen sind ihm subordiniert. Sind doch alle Opfer, auch wenn sie sämtlichen übrigen Bestimmungen der Thora peinlichst entsprechen, wertlos ־und sündig, sobald sie außerhalb des Tempels dargebracht werden. Nun bilden aber die Hechts- und Opfersatzungen dieüberwiegende Mehrheit sämtlicher Thoragesetze. Es ist also technisch völlig ausgeschlossen, daß sie nur zwei Gebote gebildet haben sollten, da es dann unmöglich ist, die Zahl 613 herauszubekommen. Wie erhält man also ein logisches System der Zählung? Eine schwer entwirrbare Komplikation, ein Brenn- und Quellpunkt von Fragen und Schwierigkeiten entsteht, wenn man Gesetzeskomplexe bildet, schon dadurch, daß sämtliche Gesetze in einer untrennbaren Verbindung miteinander stehen und vielen Gesetzeskreisen gleichzeitig angehören. Man mache die Probe aufs Exempel und greife irgend ein beliebiges Gesetz der Thora heraus und prüfe, unter wieviel Gesichtspunkten die Gruppierung dieses Gesetzes erfolgen kann. Es gibt kaum ein Gesetz, das nicht mehreren Kreisen angehört, und keinen Kreis, der sich nicht mit anderen Kreisen schneidet1). Welches ist das Verfahren des Maimonides? M. zählt Einzelgesetze und zählt als koordiniert ganze Gesetzesgruppen die viele Dikdukim enthalten, als je eine Nummer. Mehr als }/5 sämtlicher von ihm gezählten Gebote sind Gesetzeskomplexe, die je ein Gebot bilden. Daß bei M. alles wohldurchdacht und wohlerwogen, daß bei seiner Aufzählung nichts ג) Auf die damit zusammenhängende Frage der Disposition des Mischne Thora kann hier nicht eiogegangen werden, da das außerhalb des Rahmens dieser Darlegungen liegt. Es sei verwiesen auf ,.Ziemlieh, Plan und Anlage des Mischne Thora“ im I. Maimonidesband, der G. z. F. d. W. d. J.

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