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Jeschurun · 1915-11-01 · Heft 11 (November 1915) · page 32

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1915)
Issue
Heft 11 (November 1915)
Date
1915-11-01
Page
– (sequence 32)
Language
German
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512 Der Fisch als Symbol. vorgeahnten Bild des ewigen Lehens. Das Glück in der Familie, nicht nach außen hin prunkend, die Freude an der Familie, das Glück, das im Herzen gefühlt wird, welche Speise, mit der man den Sabbat ehren wollte, konnte dafür besser als Symbol dienen, als der Fisch, der kindergesegnete Bewohner der kühlen und wonnigen Tiefen. Aber wer den Sabbat ehrt und die große Ausgabe nicht scheut, wird von dem Fisch selbst, den er für den Sabbattisch gekauft, belohnt und entschädigt, wie jener Joseph, der die schmackhafte Speise sich für jeden Sabbat zu beschaffen suchte, um ihn zu ehren, und der einmal in einem Fische, als er ihn spaltete eine kostbare Perle fand, die mehr als reichlicher Ersatz war für alle Ausgaben, die er für den Sabbat gemacht (Sabbat 119 a). Oder wie es jenem Schneider ging, der im Wettgebot mit dem Diener des Stadt Oberhaupts den einzigen Fisch, der auf dem Markte war, um zwölf Denare erstand und frei ausging vor dem Fürsten, der ihn ob der Kühnheit, ihm den Fisch zu entziehen, strafen wollte, ihn aber gnädig entließ, als er den Grund hörte, der den Schneider zum Ankauf des Fisches um jeden Preis bewogen hatte. Und der Fisch zahlte dem armen Schneider seine Ausgabe reichlich, eine Perle, die er in dessen Eingeweiden fand, war sein Lohn (Ber. r. 11,4). Und wenn es auch keine greifbaren Perlen gewesen wären, die man wägen und in Geld umsetzen kann — es gibt noch reichere und herrlichere Perlen, die in der Sabbatfeier gefunden, noch heute gefunden werden — das Sabbatglück! Es kann jeder ein יוסף מוקיר שבתא sein und mit dem Perlenfunde beglückt werden. Wie fest die Sitte, Fische am Sabbatabend zu essen, sich bei den Juden eingebürgert hat, daß sie von manchen, und zwar nicht unwissenden Männern als eine nicht zu umgehende religiöse Pflicht angesehen wurde, beweist folgender Fall: In einer Gemeinde Mährens verboten die Vorsteher den Einkauf von Fischen am Freitag für die Dauer von zwei Monaten, weil mit Rücksicht darauf, daß die Juden für den Sabbat Fische kauften, die Fischer den Preis sehr hoch schraubten. Dies

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