Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- Heft 11 (November 1915)
- Date
- 1915-11-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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506 Der Fisch als Symbol. periodisch in diese Burg zu begehen, um dort die Produkte der einen Gegend mit der der andern umzutauschen. — Übrigens konnten sich bisher die Kritiker über die Komposition dieses Kap. 4 nicht einigen — ein Beweis für die Haltlosigkeit der verschiedenen Hypothesen. Der Fisch als Symbol. Von Prof. A. Sulzbach, Frankfurt a. M. Einen eigentümlichen Reiz übt die bewegte Fläche eines Baches, eines Flusses oder des Meeres auf das Gemüt des Menschen. In dem Kräuseln der Wasser, dem Wogen der Wellen, dem Branden des Meeres vernehmen wir den Odem der Natur, das Leben ist es, das uns ergreift. Und unter diesem Getriebe, das unserer sinnlichen Wahrnehmung sich bietet, wimmelt es vom bunten Leben, hier tummelt sich der Leviathan im frohen Spiele (Ps. 104,26), hier freut sich das kleinste Fischlein seines Daseins. So erscheint es dem sinnenden Menschen, er malt sich in seiner Phantasie das Bild eines beneidenswerten glücklichen Daseins, dessen sich die Geschöpfe dort unten erfreuen. Nichts stört die Ruhe des glücklichen Lebens der stummen Bewohner der Tiefen, mags oben donnern und blitzen, mag der Sturm die Wellen wild aufpeitschen: der Fisch zieht sich in die Tiefe zurück und wird von den! Toben der Elemente nicht berührt, hingegen darf er sich des Sonnenglanzes erfreuen, wenn die Sonnenstrahlen sieh im Wasser spiegeln und ihn an die Oberfläche locken. Glückliches, sorgloses Dasein, wenn der Mensch nur auch ein solches sich schaffen, wenn er eines solchen genießen könnte. ״Ach, wüßtest du, wie?s Fischlein ist so wohlig auf dem Grund — Du stiegst herunter, wie du bist? und würdest erst gesund!”