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Jeschurun · 1915-10-01 · Heft 10 (Oktober 1915) · page 30

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1915)
Issue
Heft 10 (Oktober 1915)
Date
1915-10-01
Page
– (sequence 30)
Language
German
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466 Abraham Berliners wissenschaftliche Wirksamkeit. wurde; auch die Geographie und Ethnographie des Zweistrom־ landes fanden in ihm einen anregenden und fördernden Darsteller. Indes können wir, abgesehen von den zuletzt besprochenen Arbeiten, die nur zum Teil direkt auf die Forschungsreisen nach Italien zurückzuführen sind, fortan bei Berliners größeren und kleineren Veröffentlichungen den Zusammenhang mit den Erfolgen seiner Untersuchungen in den italienischen Bibliotheken feststellen. Ein glücklicher Zufall ließ ihn in Born unter falscher Hülle mit richtigem Blick Bibel- und Talmudkommentare des R. C hannaeiben Chuschiel erkennen, der in der ersten Hälfte des elften Jahrhunderts in Kairo van in Kordafrika, der Stätte des ehemaligen Carthago, an der Spitze eines bedeutenden Lehrhauses stand und mit R. Kissim ben Jacob das erste ״Zeitalter der Rabbi11eniC nach dem Erlöschen des Gaonats einleitete. Die erste Frucht dieses Finderglückes bot er in der zusammen mit להבה״ל Dr. D. Hoffmann zu Ehren von. Israel Hildesheimers 25 זצ״ל-jährigem Rabbinerjubiläum herausgegebenen Festschrift u. d. T. מגדל חננאל. Die Entdeckung Berliners führte dazu, weiterhin den Talmuderklärungen R. Channaels, dessen Autorität bei den ״Rischonim“ eine fast unumstößliche ist, die gebührende Aufmerksamkeit zu widmen, und so wurden diese, soweit sie vorhanden waren, durch des Finders Mithilfe, in der großen Talmudausgabe von Romm-Wilna veröffentlicht. Die Erläuterungen des R. Chananael sind nun deswegen von besonderer Wichtigkeit, weil sich in den Werken dieses Autors als des Sohnes des R. Chuschiel, dessen süditalienische Herkunft von der Forschung als zweifelsfrei angesehen wird, eine bemerkenswerte Vereinigung der auf Palästina zurückgehenden Überlieferungen Apuliens mit den Lehrsätzen der babylonischen Gelehrten, deren Einfluß besonders in Kordafrika maßgebend war, kund gibt. Koch ein anderer ebenso bedeutungsvoller Fund war Berliner bei seinen Forschungen in den Bibliotheken Roms geglückt: die Existenz der den Kamen des R. Gerschom Meor Hagolah tragenden Talmudkommentare, die gleichfalls in der bereits erwähnten Wilnaer Talmudausgabe Aufnahme fanden. Wenn auch nachher die

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