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Jeschurun · 1915-08-01 · Heft 8-9 (August 1915) · page 92

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1915)
Issue
Heft 8-9 (August 1915)
Date
1915-08-01
Page
– (sequence 92)
Language
German
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B 432 Eine Erzählung aus dem Sohar. ist. War dagegen die erste Schrift לשמה geschrieben, so kann, trotzdem diese unsichtbar geworden, sobald sie durch מיא דגרא wieder zum Vorschein kommt, dies so betrachtet werden, als wenn die erste Schrift (die korrekt geschrieben worden), wieder hergestellt worden wäre. — Für die Praxis allerdings will Rabbiner Friedmann diese Ansicht nicht geltend gemacht haben. Ist unsere Erklärung der Talmudstelle in Menachot richtig, so wäre dort vielleicht eine Stütze für Friedmanns Ansicht zu finden, indem die später zum Vorschein gekommene Schrift als Moses Werk und bereits vorher vorhanden betrachtet wird1). Koch wird in Makkot 11a von einem Tanna die Stelle im Buche Josua 24,26, wonach Josua בספר תודח אלקים schrieb, auf die von Josua geschriebenen letzten 8 Verse der Thora bezogen. Indessen stellt uns jener Passus im Buche Josua ein Problem, das eine besondere ausführliche Behandlung erfordert. Eine Erzählung aus dem Sohar. Von Dr. Eduard Biberfeld, Berlin. Moral! Es ist damit, auch damit besser geworden seit Ausbruch dieses furchtbaren Krieges, der so viel Werte umwerten gelehrt: man darf wieder ״moralisch“ sein; sogar in der guten Gesellschaft; und braucht nicht einmal zu befürchten, mitleidig belächelt zu werden. Das war vor dem Krieg doch ganz anders. Das heißt: In der Tat war man auch damals gar nicht so unmoralisch, wie man sich gab, gar nicht so viel sittenloser, als im Durchschnitt auch heute die ״Gesellschaft“ ist. Es gab damals und gibt heute Betrüger — vergleiche die 1J Will man der oben von E. Elia Wilna angeführten Ansicht beipflichten, daß beide tannaitische Aussprüche in Menachot nur einander ergänzen und nicht kontroversieren, so geht dies auch nach unserer Erklärung, wie leicht einzusehen.

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