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Jeschurun · 1915-08-01 · Heft 8-9 (August 1915) · page 87

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1915)
Issue
Heft 8-9 (August 1915)
Date
1915-08-01
Page
– (sequence 87)
Language
German
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Der Talmud über die letzten 8 Verse der Thora. 427 Verse müssen besonders gelesen werden. Derjenige, der die vorhergehenden Verse gelesen hat, soll nicht mit j enen die letzten8 Verse zusammenlesen, um nicht das, was Mose geschriebenhat, zusammen zu lesen mit dem, was (wirklich oder scheinbar) Josua geschrieben hat. יחיר würde hiernach heißen: ״ein Besonderer״ (nicht derselbe, der das Vorherige gelesen hat). — Abgesehen davon, daß dies dem allgemeinen Minhag widerspricht, wonach der חחן תורה von 33,27 bis zu Ende liest, wird diese Erklärung auch dem Ausdruck nicht ganz gerecht. Vgl. noch eine Erklärung des R. Menachem Asarja aus Fano im עשרה מאמרות II 13, die aber mit der Frage des Talmuds schwer zu vereinbaren ist. Es empfiehlt sich daher m. E. am besten eine Erklärung, die dem Worte יחיד hier dieselbe Bedeutung gibt, die es in einer Mischna und Baraita im Taanit 10a f. hat, wo es heißt: ״ יחיד כל שראוי למנותו פרנס על הצבורEin ״Jachid“ ist ein Mann, der würdig ist, zum Vorsteher über die Gemeinde ernannt zu werden.״ Es wird dort vorausgesetzt, daß dies ein Talmid Chacham ist. Gerade deshalb, weil zu befürchten steht, daß diese 8 Verse nicht dieselbe Wertschätzung finden werden, wie die übrige Thora, sollen diese von einem ausgezeichneten Manne vorgelesen werden. Gleichzeitig ist damit gesagt, daß nur Einer diese Verse liest, weil es sonst nicht יחיד, sondern יחידים, wie in der angeführten Mischna, heißen müßte. Nachdem ich viele Jahre diese Erklärung, welche sowohl unserem Minhag entspricht als auch der Entscheidung des Schulchan-aruch nicht widerspricht, für neu gehalten hatte, sah ich zu meiner Befriedigung, daß dieselbe bereits im Mordechai (Hai. ketanot 955) sich findet und vomDarke Mosche undPerischa (zu 0. Ch. 428) zitiert wird. R. Zebi Aschkenasy in Resp. Chacham Zebi No. 13 erhebt zwar einen Einwand gegen diese Erklärung. Dieser beruht aber auf einer falschen Lesart in B. batra und ist selbst nach dieser nicht schwerwiegend1). Die ב) Chacham Zebi findet nämlich nach dieser Erklärung die Worte ליבלא ר, יהודה היא auffällig. Diese Worte fehlen aber in allen Manuskripten und in Menaehot. Da heißt es nur: ליכלא דלא כר׳ שנלעון, und das ist

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