Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1915)
- Date
- 1915-08-01
- Page
- – (sequence 61)
- Language
- German
- Belongs to
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Von den 613 Gesetzen. 401 der Geißelstrafe in Beziehung stand, eine solche Kontroverse entstehen? Man hätte sich doch einfach am überlieferten Kanon orientieren können, ob diebetreffenden Gesetze eine Kummer oder mehrere Nummern bildeten. Daraus geht hervor, daß es entweder keinen Kanon der 618 Gesetze gegeben hat, oder daß, was auf dasselbe herauskommt, jeder Amora seinen besonderen Kanon hatte. Damit kommen wir nun zu der Frage: Wie verfuhr man mit den Gesetzen, die durch die Copula ״und“ zu einer Einheit zusammengefaßt, oder die durch einen gemeinsamen Oberbegriff verbunden sind? Beispiele: ״Ein jeder sollt ihr Mutter und Vater ehrfürchte11tt (3. B. M. 19,3). Wurden hier zwei Gebote gezählt, da es sich um zwei Personen handelt, oder nur ein Gebot? Das kommt auf die Auffassung an. Das Gesetz des Tamid-Opfers sagt: ״Das eine Lamm sollt ihr am Morgen darbringen und das zweite Lamm sollt ihr am Abend darbringen46 (4. B. M. 28,4; 2. B. M. 29,39). Wurde das als ein Gebot gezählt, weil V. 3 das ganze in eine Einheit zusammenfaßt? Oder waren das zwei Gebote, weil V. 8 noch einmal ausdrücklich die Pflicht des Abendopfers wiederholt? Wie verhält es sich mit folgenden Sätzen, bei denen in gleicherweise verschiedene Zählungsmöglichkeiten vorliegen? ״Esset es nicht halbgar oder imW7asser gekocht, sondern am Feuer gebraten44 (2. B. M. 12,9). Alles Speiseopfer, das ihr dem Ewigen darbringt, soll nicht gesäuert bereitet werden, denn allen Honig und allen Sauerteig sollt ihr nicht darbringen . .“ (3. B. M. 2,11). ״Brot, geröstete Körner und frische Ähren dürft ihr nicht essen46 (3. B. M. 23,14). ״Des Weines und des berauschenden Getränks soll er sich enthalten, Essig von Wein und Essig von berauschendem Getränk soll er nicht trinken und jeden Traubenaufguß soll er nicht trinken und Trauben frische und trockene soll er nicht essen. Die ganze Zeit seiner Enthaltung darf er nichts von allem essen, was vom Weinstock bereitet wird, sei es von Kernen oder Hülsen46 (4. B. M. 6,3). ״Ihr sollt kein Unrecht tun im Gericht, im Längenmaß, im Gewicht, im Hohlmaß. Richtige Wage, richtige Gewichtsteine, richtiges Efa und richtiges Hin soll euch sein“ (3. B. M. 19,35). ״Eine WTitwo