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Jeschurun · 1915-08-01 · Heft 8-9 (August 1915) · page 53

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1915)
Issue
Heft 8-9 (August 1915)
Date
1915-08-01
Page
– (sequence 53)
Language
German
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Yon den 613 Gesetzen. 393 Und nun die letzte Vorfrage: Wie stand es mit den Gesetzen, die weder ein Gebot noch ein Verbot sind, die keine Anweisung über das enthalten, was man zu tun oder zu unterlassen habe, sondern die lediglich Vorschriften sind über einen Zustand, der durch bestimmte Dinge eintritt, und an den die Thora dann Gebote oder Verbote knüpft? Also z. B. die Be- Stimmung, daß die Berührung eines Leichnams unrein mache. Nicht um die Gebote oder Verbote, die der Unreine zu beobachten hat, handelt es sich. Diese sind selbstverständlich mitzuzählen. Sondern, ob die Bestimmungen über das Eintreten, Bestehen und Aufhören der Unreinheit in die Zählung aufzunehmen sind. Maimonides steht auf dem Standpunkt (G. 96), diese Bestimmungen seien als Gebote aufzunehmen, und er zählt 13Nummern, die Gesetzesgruppen enthalten über die verschiedenen Arten der Unreinheit. (G. 96—108. Die Gebote und Verbote, die der Unreine zu beobachten hat, bilden wieder besondere zahlreiche Nummern.) Aber Nachmanides (G. 96) streicht diese 13 Nummern und hält es für unstatthaft, Bestimmungen, die keine Gebote oder Verbote darstellen, zu zählen. Ebenso streicht er Gebot 95 des Maimonides, die Auflösung von Gelübden betreffend, das ebenfalls nach ihm kein Gebot ist. Er findet die Zählung desselben in Widerspruch mit der von M. aufgestellten Hegel 8, daß das Freisein von einer Verpflichtung nicht mitgezählt werden dürfe. Auf das Für und Wider der Meinungen einzugehen, würde uns zu weit führen. Schon diese Erörterungen über die Vorfragen lassen uns die Schwierigkeiten des Problems erkennen. 5. Von den Vorfragen über den Umfang kommen wir nun zu den Hauptfragen über die Art der Gliederung der zu zählenden Gesetze. Um aus den zahllosen biblischen Bestimmungen 613 zu gewinnen, mußten notwendigerweise viele zu einem Gesetz zusammengefaßt worden sein. Nach welchem einheitlichen und widerspruchslosen Prinzip? Wie verfuhr man mit den Gesetzen, bei denen in der

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