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Jeschurun · 1915-08-01 · Heft 8-9 (August 1915) · page 37

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1915)
Issue
Heft 8-9 (August 1915)
Date
1915-08-01
Page
– (sequence 37)
Language
German
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Wie können wir im Felde die Ehre des Judentums wahren? 377 und erlialte mich Deinem Wort!“, verzeichne uns in Deiner Gnade in das Buch des Lebens, auf daß wir die jetzt nur in der Gesinnung bekundete Treue wieder durch die Tat erhärten können. Wir dürfen es uns nicht verhehlen, es steht uns da ein harter Kampf bevor, ein Kampf, schwerer als der mit Schwert und Eisen. Es sei mir eine kleine homiletische Bemerkung gestattet. In Numeri Kap. 31, das vom Kriege gegen Midjan handelt, ist in Vers 21 der Ausdruck הבאים למלחמה die zum Kriege kamen, auffällig, da sie doch vom Kriege heimkehrten. Wie in Vers 14 הבאים מצבא המלחמה müßte es auch hier heißen: הבאים ממלחמה. Vielleicht soll hier folgender Gedanke angedeutet werden: Wenn der Jude aus dem Eelde zurückkehrt, beginnt für ihn ein neuer Krieg, der Kampf mit dem bösen Trieb, der ihn zur Fortsetzung der freien, durch den Krieg gebotenen Lebensweise verlocken will, er muß der eingerissenen Lässigkeit in der Ausübung seiner religiösen Verpflichtungen Herr zu werden suchen, er tritt also nach beendetem Kriege erst in den eigentlichen Kampf ein, setzt doch der Feind in uns selber uns einen bedeutend hartnäckigeren Widerstand entgegen als der Feind von außen. Den aus dem Feldzuge Heimkehrenden muß die Vorschrift der Lehre, die Gott dem Moses befohlen, besonders eindringlich ans Herz gelegt werden. So ermahnt Josua nach Eroberung des Heiligen Landes das versammelte Volk in eindrucksvollen Worten, sehr auf der Hut zu sein in der Erfüllung des göttlichen Befehls, den Ewigen zu lieben, in all seinen Wegen zu wandeln, seine Gebote zu beobachten, ihm anzuhangen und ihm zu dienen mit ganzem Herzen und ganzer Seele. Und so wird es auch unsere Aufgabe sein, nach dem Kriege, dessen ruhmvollen Ausgang wir unter göttlichem Beistand erleben mögen, den schönsten Sieg zu erringen und uns selber zu bezwingen und die Schäden zu heilen, die in der Harmonie unseres jüdischen Pflichtenlebens entstanden sind. Aber auch jetzt wird jede Gelegenheit, eines unserer Gebote zu erfüllen, von uns mit Freuden begrüßt werden, schon deshalb, weil seine Erfüllung ein Band der Liebe knüpft zwischen uns und unseren Angehörigen in der Heimat. Wenn ich z. B. am

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