Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1915)
- Date
- 1915-07-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2292929-2292942-2292950--00838-2294083- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
320 Die Auslösung der Gefangenen. Beim Verbum מחה wird auch als Objekt (in 7,4 und 23) קרם, gebraucht, weil מחה (wegtilgen, auf lösen) einen Gegensatz bildet zu קום (bestehen). Das Wort יקים kommt nur noch bei Dathan und Abiram vor (Deut. 11,6), die ebenfalls von der Erde verschwanden. D aß das über das Verlaufen des Wassers in 8,3 b Gesagte nicht eine Wiederholung von 8,3a enthält, ist bereits oben (S. 313) gezeigt worden. Über die angebliche Verschiedenheit der Diktion der beiden Quellen vgl. (außer dem, was wir bei den einzelnen Widerlegungen bemerkt haben) noch Green, Die Einheit der Genesis S. 124ff. der deutschen Übersetzung. פדיון שברים. Die Auslösung der Gefangenen. Von Rabbiner Dr. J. Münz, Berent. Wie ein Feuer, das mächtig zum Himmel emporschlägt, lodert, angefacht von dem Sturme des Krieges, die Flamme der Menschenliebe und der Wohltätigkeit auf dem Altäre unseres Herzens. Bald spenden wir Liebesgaben für unsere tapferen Soldaten, die im Felde stehen und für die Ehre des Vaterlandes kämpfen; bald nehmen wir uns der Frauen und Kinder der im Kriege weilenden Männer liebevoll an; bald erweisen wir Liebe und Aufmerksamkeit den Flüchtlingen, die ihre bedrohte Heimat verlassen mußten. Zu diesen Liebeswerken gehört auch die warme Teilnahme, die wir den jüdischen Gefangenen, deren Zahl immer mehr zunimmt, zuwenden. Wir sorgen, soweit es möglich ist, für ihre rituelle Verpflegung, senden ihnen passende Bücher zur Lektüre und suchen ihnen, wenn möglich, ihr hartes Los leichter und freundlicher zu gestalten. Diese letzte Art der Liebestätigkeit erinnert uns an ein besonderes lehrreiches und interessantes Kapitel im jüdischen Religionsgesetze und in