Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1915)
- Date
- 1915-07-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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318 Probleme der Pentateuchexegese. heit der Menschen groß auf Erden war und daß das Trachten ihres Herzens nur immer auf das Böse ging. Dies veranlaßte, daß 'ה, der Gott der Barmherzigkeit, zur Rettung der Zukunft des Menschengeschlechtes den Beschluß faßte (aber ohne diesen noch jemand zu offenbaren), dieses Menschengeschlecht mit der um seinetwillen geschaffenen Tierwelt von der Erde hinweg zu tilgen. In 6,8 wird dann vorläufig angedeutet, daß noch ein Mann vorhanden war, von dem ein neues Geschlecht hervorgehen sollte. In 6,11—12 werden aber die speziellen Be- Ziehungen geschildert, in denen sich die fortschreitende Entartung zeigte, indem die Menschen sowohl bezüglich ihres Yerhältnisses zu Gott als betreffs ihres Verhaltens zueinander derart verderbt waren, daß durch ihre Verbrechen der Welt- Untergang herbeigeführt und dem Noah von Gott offenbart wurde. Daß dem Noah zweimal der Auftrag erteilt wird, in die Arche zu gehen (6,18 und 7,1). ist bloß eine Fiktion mancher Ausleger, da 6,18 ff. bloß den Zweck der Arche, die ganze Schöpfung zu erhalten, lange vor Eintritt der Flut ankündigt, während in 7,1 sieben Tage vor Beginn der Flut der Befehl zum Einzug in die Arche speziell für Noah und sein Haus erteilt wurde. Besonderes Gewicht wird von den Kritikern darauf gelegt, daß der Einzug Noahs in die Arche zweimal berichtet wird, zuerst in 7,7—9 und darauf in 7,13—16. Nach dem was oben (S. 311) über 7,7—9 bemerkt worden, ist bereits diesem Angriff die Spitze abgebrochen, da hiernach 7,7—9 besondere Angaben enthält, die zur Ergänzung von 7,2 für nötig erachtet wurden. Dennoch aber könnte der Einwand erhoben werden, daß nach 7,7 — 9 die vv. 7,13—16 überflüssig erscheinen. Glücklicherweise belehrt uns eine ähnliche Stelle in der Genesis, daß eine solche Wiederholung in der Erzählungsweise der Thora begründet ist und keinerlei kritische Folgerungen gestattet. Kap. 17, v. 23 erzählt ganz genau, wie Abraham auf Gottes Befehl seinen Sohn, seine männlichen Hausgenossen und sich selbst beschnitt. Darauf folgt vv. 24—25 eine chronologische Angabe über das Alter Abrahams und seines Sohnes. Zuletzt