Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1915)
- Date
- 1915-07-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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Probleme der Pentateuchexegese. 317 4. 73 Tage der Abnahme des Wassers bis zum Sichtbarwerden der Bergspitzen, vom 17. Nissan bis zum 1. Tammus (8.4 und 8,5 nach den meisten Erklärern). 5. 40 Tage des Wartens bis zur Auskundschafts-Sendung vom 1. Tammus bis 10. Ab (8,6). 6. 7 Tage von der Aussendung des Raben bis zur Aus- Sendung der Taube, vom 10.—17. Ab (8,7; 8,10 angedeutet im Worte עוד). 7. 7 Tage von der erstmaligen bis zur zweitmaligen Aussendung der Taube, vom 17.—24. Ab (8,10). 8. 7 Tage von der zweitmaligen bis zur drittmaligen Aussendung der Taube, vom 24. Ab bis zum 1. Ellul (8,12). 9. 30tägige Dauer vom Ausbleiben der Taube bis zum Trockenwerden der Oberfläche der Erde, vom 1. Ellul 600 bis zum 1. Tischri des Jahres 601 (8,13). 10. Nach ferneren 56 Tagen, vom 1. Tischri bis 27. Marcheschwan ward die Erde völlig getrocknet, und am 27• Marcheschwan 601 erging der Gottesbefehl an Noah zum Auszuge aus der Arche (8,14ff.). Diese klare dekadische Einteilung der Zeitdauer der Flutgeschichte zerstört völlig das Hypothesengebäude der Kritiker, da sie alle Zerstückelungs versuche zuschanden macht1). Wir schreiten jetzt zur Betrachtung der Wiederholungen, die den zusammengesetzten Charakter der Sintflutgeschichte verraten sollen. Es wird von den Kritikern behauptet, die Veranlassung der Flut werde zuerst in 6,5—7 und dann mit anderen Worten in 6,9—12 berichtet. Hierauf hat bereits Gugenheimer in Hirschs ״Jeschurun XV 190f.“ richtig erwidert, daß diese beiden Stellen keineswegs eine überflüssige Wiederholung enthalten, sondern eine genetische Entwickelung der Verderbnis, die den Eintritt der Katastrophe herbeiführte. 6,5—7 schildert nur, daß schon lange Zeit vor der Sintflut die Bos- 0 Nebenbei sei nocb bemerkt, daß in der Geschichte der Flut von 6,5 bis Ende Kap. 8 genau lOmal der Gottesname אלקים und 10 mal der Gottesname!דויד vorkommt.