Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1915)
- Date
- 1915-07-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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316 Probleme der Pentateuchexegese Es sei noch bemerkt, daß in der Sintflutgeschichte der Genesis 10 Zeitabschnitte sich befinden und dabei 5 Daten von Monatstagen, an welchen das Ereignis eintrat, angegeben sind. Sonst ist aus den Angaben der Zahl der Tage leicht das genaue Datum des Monatstages zu bestimmen. Die fünf Daten der Monatstage sind angegeben in 7,11: 8,4; 8,5; 8,13; 8,14. Die 10 Zeitabschnitte, in welchen die Sintflutgeschichte verläuft, sind folgende: 1. 7 Tage der Vorbereitung zum Einzug in die Arche vom 10.—17. Marcheschwan des Jahres 600 (7,4; 10f.)* 2. 40 Tage Regen, vom 17. Marcheschwan bis 27. Kislew (7,11 f.). 3. 110 Tage, in denen das Wasser auf seiner Höhe verblieb, vom 27. Kislew bis 17. Nissan (8,3 f.). sich auch die Kritik vorlegen; denn jedenfalls war doch R der Ansicht, daß es nur 40 Tage geregnet und dennoch das Wasser erst nach 150 Tagen zu sinken begonnen hat. Folgende Berechnung scheint dies am einfachsten zu erklären. Vom 27. Kislew 600 bis zum völligen Abtrocknen der Erde, dem 27. Marcheschwan 601 (8,14) sind 11 Monate 330 Tage, denn der Monat in der Flutgeschichte hat 30 Tage, wie bereits Ramban erklärt und bewiesen hat. Von diesen 330 Tagen ward 110 8/ג Tage für das Stehenbleiben des Wassers und das doppelte davon, 220 Tage, für das Sinken und völlige Abtrocknen in Anspruch genommen. Ist diese Berechnung richtig, so fällt dadurch die Zerstückelungs-Hypothese gänzlich zusammen. Denn die 110 Tage des Anhaltens der Wasserhöhe gewinnt man nur durch Kombination von 8,12 (40 tägiger Regen) und 8,3b (Abnehmen des Wassers nach Verlauf von 150 Tagen). Nach der Kritik gehört aber 7,12 zu J, und 8,3b zu P; diese beiden Angaben dürften also nicht miteinander verbunden werden. Für die Richtigkeit unserer Berechnung spricht auch der Umstand, daß die Zeit zwischen dem Anfang der Abnahme (17. Nissan) und dem Sichtbarwerden der Bergspitzen, dem 1. Tammus (8,5), das sind 73 Tage, wieder 1/3 von den 220 Tagen ausmacht, der Zeitdauer vom 17. Nissan bis zum völligen Ab- Schluß der Flut. Diese Berechnung gilt allerdings nur nach den meisten neueren (auch älteren) Erklärern, die das Datum in 8,5 als den 1. Tammus fassen. Nach der oben angeführten Ansicht unserer Weisen, daß dort der 1. EHul genannt ist, bedarf das Datum keiner weiteren Erklärung, da es durch die V. 8,6—18 hinreichend begründet ist (vgl. oben S. 217)