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Jeschurun · 1915-07-01 · Heft 7 (Juli 1915) · page 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1915)
Issue
Heft 7 (Juli 1915)
Date
1915-07-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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Probleme der Pentateuchexegese. 315 schon der Zusammenhang des Satzes 8,2b mit 8,2% daß hier das Auf hören des Regens ebenso eine Folge ist der Verschließung der unteren und oberen Wassermassen, wie in 7,12 infolge der Öffnung dieser Quellen der Regen begonnen hatte. Sowie nun dieser in 7,12 genannte Regen der alles vernichtende Flutregen war, so kann in 8,2b auch nur das Aufhören dieses verderblichen Regens berichtet sein. Es ist demnach entschieden, daß der Bericht 8,1 ff. nicht erzählt, was nach den 150 Tagen geschehen ist, sondern (wie bereits Luzzatto und Malbim erklärt haben) zurückgreifend darstellt, was während der 150 Tage von Gott gewirkt wurde, um die überschwemmte Erde wieder in ihren früheren Zustand herzustellen und die Schöpfung zu erhalten (daher der Gebrauch des Namens אלקים). Nachdem in 7,17—23 das allmähliche Steigen der Flut und die von derselben angerichteten Zer- Störungen alles Lebens auf Erden geschildert worden, wird mit 7,24 dieser Bericht abgeschlossen1). Darauf folgt die Dar- Stellung des Aktes der Restitution, wie zuerst nach Verlauf der ersten 40 Tage Gott seiner Schöpfung gedachte und durch einen Wind das Wasser beruhigte, so daß die unteren und oberen Gewässer verschlossen wurden und der Regen zu strömen aufhörte (8,1—2). Darauf folgt eine vorgreifende allgemeine Angäbe (8,3a), daß das Wasser sich von der Erde wandte durch fortwährendes Schwinden. Dieser allgemeinen Angabe folgen dann in den Sätzen 8,3bff. die speziellen Ausführungen, wie das Wasser allmählich abnahm bis zum völligen Trockenwerden der Erde und wie Noah sich von den verschiedenen Stadien dieser Wiederherstellung Kenntnis zu verschaffen wußte (8,3b bis 8,14). Wir haben hier in den VV. 8,3—14, wie so oft, כלל ואה״ב פרט, vgl. Jesehurun I S. 492). *) ויגברו דלנלים beißt (wie Luzzatto richtig erklärt): ״Das Wasser blieb hoch (auf seinem Höhenstand, ohne abzunehmen).“ גבר hat hier eine ähnliche Bedeutung wie גבדל, vgl. Ps. 103,11. % Es könnte auffällig erscheinen, daß nach dem 40 tägigen Regen (vom 17. Marcheschwan bis 27. Kislew) noch 110 Tage lang (bis 17. Nissan) das Wasser auf seiner Höhe erhalten wurde. Allein diese Frage muß

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