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Jeschurun · 1915-07-01 · Heft 7 (Juli 1915) · page 20

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1915)
Issue
Heft 7 (Juli 1915)
Date
1915-07-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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g 12 Probleme der Pentateucbexegese. nehmen sollte (7,2). Danach waren es also auch die reinen Tiere die (von der Thora, Deut. 14.5) für rein erklärten Waldtiere, von denen, ebenso wie von den unreinen Tieren, nur je zwei zu Noah in die Arche kamen. Die Erzählung der Genesis erfolgt also in schönster Ordnung. 7,5 berichtet, daß Noah (während der 7 Tage) den Befehl des 'ה ausführte, also von seinen reinen Haustieren je sieben Paare und von den unreinen Haustieren je zwei in die Arche brachte. Darauf wird in 7,6—9 weitererzähit: Als im sechshundertsten Lebensjahre Noahs die Flut eintraf und Noah mit seiner Familie in die Arche einzogen, da kamen von allen übrigen Tieren sowohl reinen als unreinen, auch von VÖgeln und allem, was auf Erden sich regte, je zwei zu Noah in die Arche. Dies geschah aber nach dem Befehle des אלקים (in 6,19f.). Es mußte hier hervorgehoben werden, daß bei den nach dem Befehle des אלקים von selbst gekommenen Tieren kein Unterschied zwischen reinen und unreinen gemacht wurde, sondern von beiden Gattungen nur zwei von jeder Art hineingekommen waren. Gegen die Einheit der Flutgeschichte der Gen. werden ferner chronologische Widersprüche geltend gemacht. Damit hängt auch zusammen der angebliche Widerspruch über die Entstehung der Flut, Nach 7,11 entsteht die Flut dadurch, daß alle Quellen der großen Tiefe brachen und die Schleusen des Himmels sich auftaten. Dies blieb so 150 Tage lang (7,24). Nachher wurden die Quellen der Tiefe und die Schleusen des Himmels geschlossen (8,2), und das Wasser nahm abnaehVerlauf von 150 Tagen (8,3). — Dies soll der Bericht des P sein Dagegen soll nach J die Flut durch einen 40 tägigen Hegen ent־ standen sein (7,12), und nachher soll der Hegen vom Himmel gehemmt worden sein. Dieser Bericht des J ergibt sich aus 8,2b, dem die neuesten Kritiker 8,6a vorsetzen zu müssen glauben (Wellh., Budde, Gunkel, Dillm.). Schon der Umstand, daß dieser Kunstgriff nötig ward (s. oben S. 218), um einen dem P widersprechenden Bericht des J zu konstruieren, erregt den Verdacht, daß der Widerspruch mehr gesucht, als in Wirklichkeit vorhanden ist.

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