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Jeschurun · 1915-07-01 · Heft 7 (Juli 1915) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1915)
Issue
Heft 7 (Juli 1915)
Date
1915-07-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Probleme der Pentateuchexegese. — 309 Ausleger bezüglich der Sintflutgeschichte zu erschüttern. Es erübrigt nur noch, die gegen unseren biblischen Bericht von der Kritik gerichteten Angriffe abzuwehren. Vorzüglich sind es die Widersprüche und Wiederholungen, welche der Annahme der Einheit der vorliegenden Erzählungen entgegenstehen sollen. Wir wollen die diesbezüglichen beachtenswerten Einwendungen einer Prüfung unterziehen. Am auffälligsten erscheint der Widerspruch zwischen 6,1 f. und 7,2 ff. Während an ersterer Stelle verordnet wird, von allen Tierarten je zwei (ein Paar) in die Arche zu bringen, wird in 7,2 dem Noah von Gott befohlen, von den reinen Tieren je sieben Paare zu nehmen. Zu dieser Haupt-Differenz zwischen den genannten beiden Stellen kommen noch einige Verschiedenheiten im Stil der Teile (6,9—22 und 7,1—5), in denen diese Stellen enthalten sind, nämlich: 1. In 6,9; 11 — 13; 22 ist der Gottesname אלקים im Gebrauch, während in 7,1; 5 der שם הויה den Befehl erteilt. 2. In 6,18 werden die Glieder der Familie Noahs einzeln aufgezählt, in 7,1 dagegen werden alle in dem Ausdruck ובל ביתו zusammengefaßt. 3. Anstatt זבד ונקבה in 6,19 hat 7,2 איש ואשתו (allerdings in 7,3 auch זבר ונקבה, worüber bereits oben S. 221 gesprochen wurde). Andere Verschiedenheiten werden noch weiter unten besprochen werden. Allein sämtliche auffällige Erscheinungen finden eine vollkommen befriedigende Erklärung durch den Kommentar von M. L. Malbim zu 7,1 ff. Wir wollen hier seine Erklärung dem Inhalte nach wiedergeben. Die hier mitgeteilte Hede Gottes geht von einem andern Gesichtspunkte aus als die vorhergehende Hede (6,13—21). In letzterer Bede wird der Gottesname אלקים genannt, derselbe Name, der bei der Schöpfung der Welt (Gen. Kap. 1) gebraucht worden. Denn der Weltschöpfer ist der Gott, der trotz der Entartung der Menschheit (und auch der Tierwelt) für die Erhaltung seiner Schöpfung Sorge trägt. Daher wird oben die Anordnung getroffen, daß von allen Tieren so viele gerettet werden, als 21

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