Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1915)
- Date
- 1915-05-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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216 Probleme der Pentateuchexegese. daß צא מן התבה in 8,16, dem בא אל התבה in 7,1 entspricht, und dennoch soll nach der Kritik ersteres dem P und letzteres dem J angehören, ln 7,11 ist die Angabe, daß die Quellen aus der großen Tiefe brachen und die Schleusen des Himmels sich öffneten, zu unbestimmt, um das Eintreten der Sintflut zu zeichnen, wenn nicht der folgende (dem J zugeteilte) Satz hinzukommt, daß ein vierzig Tage lang andauernder Hegen niederströmte. Aus den Tiefen und den Himmelshöhen strömt auch der Segen (vgl. Gen. 49,25). Auch die Schleusen des Himmels werden geöffnet, um reichlichen Segen hinabzuschütten, 2. Kön. 7,2; Mal. 3,10). Wenn in Jes. 24,18 gesagt wird: ״Die Schleusen des Himmels werden aufgetan“, so werden gleich die bösen Begleiterscheinungen und Folgen hinzugefügt: ״Die Grundvesten der Erde erzittern, zerschmettert wird die Erde usw.״ Die Schilderung in 7,1 erscheint unzulänglich. Nicht minder fühlbar ist der Mangel einer Angabe (in P), wie lange es geregnet hat. Wenn in dem Satze: ״Die Schleusen des Himmels taten sich auf“ bereits der Beginn des Hegens angezeigt sein soll, ohne daß dessen Zeitdauer bestimmt wird, so müßte man aus 7,24 schließen, daß es (nach P.) 150 Tage lang geregnet hat. Daran ist aber schon deshalb nicht zu denken, weil dann das Wasser nicht plötzlich hätte so abnehmen können, daß die Arche zum Stranden kam (8,3 f). Das Wasser muß doch wenigstens einige Zeit stabil geblieben sein. Jedenfalls war (auch nach den Kritikern) doch H weit entfernt daran zu glauben, daß P von einer Hegenzeit von 150 Tagen berichtet, da er doch sonst nicht die Angabe des P von einer vierzigtägigen Hegenzeit (7,12) hinzugefügt hätte, ohne auf der einen oder anderen Seite eine Korrektur vorzunehmen. Um so auffallender ist die bei P vorhandene Lücke. Endlich gewahrt man in 8,13 (bei P) einen zu gewaltigen Sprung? wenn hier auf einmal das Wasser als von der Erde vertrocknet dargestellt wird, nachdem unmittelbar vorher (8,5) erst vom Sichtbarwerden der Gipfel der Berge berichtet worden. Es ist kaum denkbar, daß eine Urkunde hier nicht von einigen Zwischenstadien des Wasserstandes berichtet haben sollte.