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Jeschurun · 1915-05-01 · Heft 5 (Mai 1915) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1915)
Issue
Heft 5 (Mai 1915)
Date
1915-05-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Probleme der Pentateuchexegese. 217 Die von den neuesten Kritikern vorgen ommene Aus- Scheidung der Verse 8,6 — 12 vom Hauptberichte ist um so mehr als eine total verfehlte Operation zu bezeichnen, als diese Stelle die Zwischenzeit zwischen dem Datum in 8,5 und der Zeitangabe in 8,13 recht passend ausfüllt und sich dadurch als integrierender Teil jenes Berichtes dokumentiert. Nach unseren Weisen (in Seder Olam und Bereschith rabba) be_ deutet das Datum in 8,5 den ersten Ab (אב). Sie rechnen nämlich den ״zehnten Monatu vom Beginn der Flut, also vom 2. Monat (מרחשון). Sie fassen auch ״den 7. Monat“ in 8,4 in derselben Weise (Seder Olam nach der LA. des Aruch). Aber wenn man auch letzteres als nicht mit dem einfachen Wortsinne vereinbar finden sollte, so kann doch in 8,5, wo das והמים היו הלוך רחסור auf eine Rechnung nach der Wasserflut hindeutet, jene altjüdische Erklärung annehmbar erscheinen. Auf anderem Wege gelangt Erdmans (Alttestamentliche Studien I 30) ebenfalls zu der Annahme, daß in 8,5 der erste des 11. Monats genannt wird. Er will im Text nach LXX (Cod. A.) אהד עשר statt עשירי lesen. Es ist aber nicht ausgeschlossen, daß diese LA. infolge der obenerwähnten altjüdischen Erklärung entstanden ist. Nach dieser Erklärung aber füllen die in 8,6 —12 erzählten Begebenheiten genau die Zeit aus, die zwischen 8,5 und 8,13 liegt. Vom 1. des 11. Monats (vom Jahre 600) bis zum 1. des 1. Monats (vom Jahre 601) sind (die beiden 1. mitgerechnet) 61 Tage. Ebensoviel beträgt die Summe von 40 Tagen (8,6) und 3 mal 7 Tagen, welche die Aussendung der Vögel in Anspruch nahm. — Faßt man aber auch (mit den meisten neueren Erklärern) das Datum in 8,5 als den 1. Tammus, so liegt zwar zwischen der letzten Aussendung der Taube (8,12) und dem Vertrockenen des Wassers (8,13) ein ganzer Monat; dennoch aber kann man nicht die in 8,6 — 12 erzählten Begebenheiten als Verbindungslinie zwischen 8,5 und 8.13 entbehren. In der Tat haben auch die älteren Kritiker von Astruc und Eichhorn bis auf Tuch und Knobel die Verse 8,6 — 12 der Grundschrift 15

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