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Jeschurun · 1915-04-01 · Heft 4 (April 1915) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1915)
Issue
Heft 4 (April 1915)
Date
1915-04-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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162 Sprüche XII, 27. das nicht seltene mischnisch-talmudische ״ הקדsengen, rösten״ an; vgl. z. B. ״ רב ספרא סחריך רישאß. Safrä sengte (für die Sabbatspeise) den Kopf eines Tieres״ Kiddüsehin 41a n. a. m., was auch im Daniel 3,27 als ״ ושער ראשהון לא דזתהרךihr Haupthaar war nicht versengt״ erscheint. Indessen wäre der Gedanke ״Faulheit sengt oder brät nicht ihr "Wild״ d. h. der Faule ist zu trag, um es zu braten, unnatürlich und geschraubt; denn er würde doch zuvörderst zu nachlässig sein, um überhaupt etwas zu jagen und daher gar nicht in die Lage kommen, zu braten. — Darum hat Schultens, dem alle Neueren gefolgt sind, das arabische הרך, das im Piel ״bewegen“ bedeutet, verglichen und es übersetzt ״nicht setzt der Träge sein Wild in Bewegung“; das solle bedeuten ״er jagt es nicht“. Auch dies ist unbefriedigend; denn ״(ein Wild) in Bewegung setzen“ ist noch lange nicht ״es erjagen“ und das Kal der Wurzel, die in י הרך vorliegt, bedeutet nicht einmal im Arabischen ״inBewegungsetzen“. Da das Wort im Hebräischen isoliert ist, so kann nur eine verwandte semitische Sprache Aufklärung bringen. Im Äthiopischen ist das Nomen me-hreJc-ä von einer Wurzel הרך ( mit ״ (הBeute“ häufig gebraucht; es hat noch einen weiteren Stamm mähraJca ״Beute machen, Beute hinwegführen“ aus sich heraus gebildet. Diese Wurzel paßt trefflich an unserer Stelle: ״Lässigkeit erbeutet nicht (oder führt nicht als Beute hinweg) ihr Wild; dazu als Gegensatz das zweite Glied ״aber ein wertvolles Gut für den Menschen ist der Fleiß“. — Derselbe Gegensatz ״ 3ף רמיהnachlässige Hand“ und 2ד הרוצים ״Hand der Fleißigen“ findet sich Sprüche 10,4; 12,24. Für den Lautwechsel ה und ה sei (um keine fremden Sprachen herbeizuziehen) nur verwiesen auf das bekannte בעל ״ כורהוgegen seinen Willen“, welches im Midrasch haggadöl immer בעל בורהו lautet (nach Mitteilung Dr. D. Hoffinanns); letzteres ist das Ursprünglichere, wie das arabische Jcariha (mit h) ״Widerwillen haben“, und das aramäische ״ בחהאSchmerz, Krankheit“ bezeugt; ferner sei z. B. hingewiesen auf targumisches ״ זהוריתאCarmesinrot“, dem im Syrischen זחוריתא mit ח entspricht u. a. m. iiriiiiiiiiiiiiiniiiii!

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