Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1915)
- Date
- 1915-02-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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80 Über Tierschutz nach den Lehren der Thora. Existenz zuzuschreiben! Wir können als höchste Ideale unseres Lebens keine falschen Vorstellungen, keine bloßen Fiktionen brauchen, dazu ist das Leben viel zu ernst! Und so wohlgemeint Vaihingers Art der Aussöhnung zwischen Positivismus und Idealismus ist, uns erscheint sie nicht gangbar. Sein Buch bedeutet zweifellos eine wertvolle Bereicherung der einzelnen philosophischen Fachdisziplinen, dem idealistischen Weltanschauungsbedürfnis sowohl, wie dem religiösen Empfinden vermag es nicht genügend gerecht zu werden.;₪₪₪!₪!₪ Über Tierschutz nach den Lehren der Thora. Von Rabbiner Dr. M. L. Bamberger-Schönlanke. Der göttliche Schöpfungsplan hat jedem Wesen in der Natur, dem kleinsten wie dem größten, seinen Zweck und seine Bedeutung zugewiesen. In dem großen Weltgetriebe ist nichts vorhanden, das zwecklos ins Dasein gerufen worden ist. Von dieser Wahrheit mußte sich König David bereits überzeugen, nachdem er an der Nützlichkeit und Zweckmäßigkeit zweier in der Welt vorhandenen Dinge gezweifelt hatte 1)- Allerdings soll alles in der Welt einem höheren Zwecke dienen und deshalb in den Dienst des der höchsten Vervollkommnung fähigen Wesens, des Menschen gestellt sein. ״ כל פעל ה' למענהוAlles hat Gott um seinetwillen (des Menschen Willen) geschaffen‘4 (Sprüche Salomons 16,4). Deshalb hat unsere Thora auch gleich zu Anfang der Schöpfung den Menschen zum Beherrscher der niederen und höheren Lebewesen eingesetzt. ״Seid iruchtbar und vermehret Euch und füllet die Erde und bezwinget sie und herrschet über die Fische des Meeres und über das G־e- 1J Midrasch Schochartob 39.