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Jeschurun · 1915-02-01 · Heft 2 (Februar 1915) · page 15

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1915)
Issue
Heft 2 (Februar 1915)
Date
1915-02-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Zur talmudischen Wortdeutung. 71 Hierzu kommt noch ein zweites: Während sonst in der Regel hei einer talmudischen Kontroverse über die Schriftherleitung von halachischen Bestimmungen beide Meinungen nebeneinander bestehen können, kann hier R. Akiba bei seiner Deutung die Richtigkeit der Herleitung R. Ismaels nicht anerkennen, weil beide einander ausschließen. Denn wenn die Zusammenstellung der plene und der defektiven Schreibung von טוטפת die Zahl 4 ergibt, so würde bei Hinzukommen der Deutung R. Akibas, daß טוטפת an sich 4 enthält, die Gesamtsumme 16 herauskommen. Das dürfte der zweite Grund sein, warum R. Akiba die Meinung R. Ismaels ablehnt. Und nun zur Hauptsache, der etymologischen Deutung von טוטפת nach dem Kathphischen und dem Afrikanischen. Die Deutung hebräischer Schriftworte nach anderen Sprachen, zumeist dem Griechischen, findet sich bei den talmudischen Weisen sehr häufig. Die Weisen wollten durch eine solche Ableitung den betreffenden Begriff anschaulich machen. Ihre Deutung ist zumeist eine reine Volksetymologie. Aber allen diesen populär־etymologischen Herleitungen ist das eine gemeinsam, daß sie Gedanken, die schon aus dem hebräischen Text selbst gefolgert werden könnten, durch die Anlehnung an die fremde Sprache deutlicher und greifbarer machen. Einige Beispiele: Wenn in Sukka 35a bei פרי עץ הדר das Wort הדר mit dem griechischen uBwp ״Wasser“ erklärt und damit als eine Eracht bestimmt wird, die ״bei jedem Wasser gedeiht“ d. h. die auch bei Regenmangel nicht leidet, da sie künstlich bewässert werden kann, so könnte der gleiche Gedanke an das hebräische ״ הדרPracht“ angelehnt werden: die Frucht bleibt immer ״prächtig“, sie verdorrt nicht, auch wenn Trockenheit herrscht, da sie durch Begießen wächst. Wenn der Midrasch zu 1) אלון בבות. B. M. 35,8) bemerkt aAlov ״ein anderes Weinen“ und damit auf den Tod Rebekkas anspielt, so kann der gleiche Gedanke an den Urtext selbst angelehnt werden. (Vgl. die Kommentatoren.) 1) יקום. B. M. 7,23) wird mit oixoupiw] ״die bewohnte Erde“, 5) המבו. B. M. 1,28) wird in Tanchuma Buber Beschallaeh

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