Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1915)
- Date
- 1915-02-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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68 Die Entweihung des göttlichen Namens. heiligen Namen, es muß eine Periode kommen, in der (loht wieder geheiligt wird in der Mitte der Erdenke wohn er. Die Welt soll nach dem stolzen Ausspruch eines Dichters noch ein mal an deutschem Wesen genesen־. Er meinte nicht Ross’ und Reisige, nicht die grollen Mörser und die besten Unterseeboote, sondern den deutschen Geist, der im Denken,Fühlen und Handeln, ernst und tief die Aufgaben der Welt kraftvoll erfaßt und zu Ende führt und dennoch lebt und webt in den Gedanken an das Überirdische. Wenn dies Dieliterworf zur Wahrheit wird, wenn Deutschland nicht nur tiereinst mit der größeren Zahl von Menschen prunken kann, die es erschlagen und gefangen, wenn es den neuen Geist und. das neue Herz1), die es jetzt erworben, sich für die Dauer bewahrt, wenn dann die Völker nicht nur die besten Waffen und Maschinen, die unzerstörbarsten Stoffe und unentbehrlichsten Heilmittel, nicht nur die haltbarsten wissenschaftlichen Theorien und die beste Musik aus unserem Lande gewinnen, sondern f ür ihre Charakter־ elgeoseliafte» und ihre sittlichen Ideale für ihren religiösen Glauben siel ו den Deutsch on zum Vorbild nehmen, dann ist die große Entweihung des göttlichen Namens, deren wir jetzt Zeugen sind, gesühnt, weil diese Entweihung nur ein Durchgangspunkt war für eine umfassendere und erhöhte Heiligung Gottes. * * * Das ist unser Wunsch und unsere Hoffnung. Zur Verwirklichung sind wir selbst berufen. Wir bürgen alle für einander und innerhalb des großen Volksvcrbandes die einzelnen Gruppen. Wir Juden sind der Überzeugung, daß uns für die Heiligung des göttlichen Namens noch eine besonder© Aufgabe zugefallen. Um wieviel mehr mul unser Streben darauf gerichtet sein, an der Erreichung dieses Zieles den grölten Anteil zu nehmen. Eng und kleinlich ist die Anschauung, daß diese Heiligung nur zu messen ist au der An- י) Em, 36. 26.