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Jeschurun · 1915-02-01 · Heft 2 (Februar 1915) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1915)
Issue
Heft 2 (Februar 1915)
Date
1915-02-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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cm Die Entweihung des göttlichen Namens. 61 Heuchelei einen niemals ge all 11 ten Um fang angenommen und der Führer eines grölen Volkes die Gotteslästerung wagen darf, sein Volk ein gottgesegnetes zu nennen, sein Volk, das mit dein Hunde für den Frieden ist, aber durch seine Waffenlief erun gen allein die Fortdauer des Krieges ermöglicht. Wird er wirk lieh den Mut finden, auf die Japaner als Heiden verlieljfli 1*11 hcrabzuselien, denen gegenüber wir Deutsche einen sehr natürlichen Zorn empfinden, weil wir so gar nicht sehen, wie wir ihnen beikommen können, die aber von all unseren Feitnieu sieh am anständigsten benommen haben. Sie nahmen 811*11 gleich am Anfang des Krieges ohne Verleumdung und Verfolgung des Deutschtums, was sie bekommen konnten, zahlten dafür mit erklecklichen Opfern an Blut und Gut, und machten nur der europäischen Forderung der Heuchelei das Zugeständ-;11 is, uns als Grund dafür anzugeben, daß wir den Frieden im Osten stören kein 11 ten. 1 5darf es der ausdrueklichen Versicheru 11 g, dal wrir mit ganzer Seele den Schmerz mitemp finden, den die aufri e 111ige!1 Bek e 1111 er der christlic 11 e 11 II e 11 giou a 11 gesichts dieses allgemeinen Zusamme nbruch s ihrer, K0ffnu 11 g011 und Ansprüche erfüllt. ״Habe 11 wir doc 11 alle einen Gott, hat uns doch ein Vater geschaffen“1) Für uns, die war unsere Religion nicht als die alleinseligmachen de ansehen, nach deren Auffassung dem Christentum die Aufgabe zu ge falle 11 ist, einen großen Teil der Welt dem Glauben an den einen Gott zuzuführen, bedeutet diese Erniedrigung der Bekenner des Ohr! sie nt ums ganz in gl ei c her Welse eine Entweihung des göttlichen Namens. lind mit ihnen sind wir der Meinung, daß die göttlieh© Straf© unfehlbar jene treffen muß, die sich dieser Todsünde schuldig gemacht. Es kann nicht oft genug wiederholt werden, welches Glück dem deutschen Volke und seinen Verbündeten, nun auch der l) Die nun einmal in unseren Sprachschatz übergegangene Deutung von Mal. II 10 sei trotz der Ausführungen unseres geschätzten Mit- Arbeiters Stein in Jeschuran I S. 21& gestattet.

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