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Jeschurun · 1915-01-01 · Heft 1 (Januar 1915) · page 20

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1915)
Issue
Heft 1 (Januar 1915)
Date
1915-01-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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20 Probleme der Pentateuchexegese Y. V. 23—24. Und Lemech sprach zu seinen beiden Frauen: Adah und Zillah, höret meinen Huf, Frauen Lemechs, vernehmet meinen Spruch; Fürwahr einen Mann habe ich getötet mit meinem Hiebe Und ein Kind mit meinem Streiche; Wird Kajin siebenfach gerächt, So Lemech sieben und siebzigfach. טמען■" poetische Redeweise für האזנה אמרתי — .שמענה bildet einen Parallelismus der Gedankengliederung, eine Grundeigen־ sehaft der hebräischen Poesie. Zu diesem ersten Distichon vgl. Jes. 28,23: 32.9. ני dient im hebr. auch zur Einführung der direkten Rede, wie das griechische otl vgl. 26,22. Es kann aber auch כי affirm. sein mit der Bedeutung ״fürwahr, gewiß“ vgl. Exod. 4,25, Jes. 7.9. לפצעי das 'ל bedeutet auch die wirkende Ursache, z. B. Ps. 12,5 ״ ללשוננו נגבירdurch unsere Zunge siegen wir“. Hier war ein Streich die Ursache des Todes (פצע von פצע spalten, verwunden): er hatte also nicht beabsichtigt, den Mann zu töten, er wollte ihn nur verwunden. לחבורתי durch meine Strieme (von הבר gestreift sein), er hatte also bloß dem Kinde Striemen gemacht, ohne dessen Tod zu beabsichtigen. בי (v. 24) ebenso wie das vorhergehende שבעתים־ושבעה — .בי Wenn Kajin, der vorsätzlich gemordet, dennoch siebenfach gerächt wird, so muß der unvorsätzliche Mörder Lemech noch vielmehr gerächt werden; es wird 77 angenommen, als eine Zahl, wo die Siebenzahl als Zehner und Einer vertreten ist (vgl. Raschi). Lemech sucht seine Tat bei seinen Frauen zu entschuldigen und sagt zugleich, daß diese Tat nicht mit der Untat Kajins zu vergleichen sei. Wenn man will, kann mai noch besser annehmen, Lemech habe nur ein Kind, und zwar wahrscheinlich sein eigenes, unvorsätzlich getötet und muß sich deshalb bei seinen Frauen entschuldigen; איש ist dann identisch mit ילד, wie ja auch Kajin gleich bei seiner Geburt איש genannt wird (4,1). Die Kainiten erscheinen hier noch nicht so verdorben wie in Kap. 6; doch zeigt sich ihre Entfernung von Gott immer mehr, denn selbst der unvorsätzliche Mord zeigt

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