Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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18 Probleme der Pentateuchexegese. Spitze der größten Militärmacht stand, die je die Welt gesehen, der jede Demütigung doppelt und dreifach empfinden mußte; wir dachten, daß seine kühne Seele, die oft zu steilen Höhen sich emporschwang, im Stillen doch auch den Ruhm des sieggekrönten Feldherrn erträumen mochte. Aber nicht nur aus seinen Worten, aus seinen Taten ersahen wir, daß er um seines Volkes willen die schwerste aller Tagenden geübt, die der Selbstüberwindung. Er sah das Furchtbare, das aus den Strömen des vergossenen Bluts vor aller Augen jetzt emportaucht, des Krieges unsägliche Leiden, denen kein zukünftiger Gewinn Heilung bringen kann, und er wollte sein Volk vor dieses Elends Fülle, soweit au ihm es lag, bewahren. Die Liebe, die in diesem seinen Wirken sich vor allem kundgab, die spürten wir, und darum schlug schon damals unser Herz in Liebe ihm entgegen. Er wollte der Friedenskaiser sein und wurde durch fremde Tücke in diesen größten aller Kriege verstrickt. Aber mögen unsere Feinde und die ״Neutralen“ noch so viel Schuld und Schmähung auf ihn häufen, es kommt der Tag, wo auch den jetzt Verblendeten die Wahrheit unverhüllt entgegentritt. Dann ,strahlt sein Name“, der des Friedenskaisers, ״wieder heller als die Sonne, er wird zum Segen, und glücklich preisen ihn dann aLe Völker.“ J. W. niiiiiniinniiinnff Probleme der Pentateuchexegese. Von Rektor Dr. D. Hoff mann, Berlin. V. Das Lemech-Lied (Gen. 4,23—24). Nach Hamann (Werke 2,390) und Herder (Vom Geiste der Ebräischen Poesie T. 1 Gespr. X) haben sämtliche neuere christliche Ausleger angenommen, Lemech wolle die Erfindung Tubal-Kajins preisen und rühme sich, jetzt, da er Waffen habe,