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Jeschurun · 1914-12-01 · Heft 12 (Dezember 1914) · p. Seite 446

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1914)
Issue
Heft 12 (Dezember 1914)
Date
1914-12-01
Page
Seite 446 (sequence 32)
Language
German
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446 Dio Vorgeschichte Israels und soinor Religion. In diesem Sinne ist auch die vielfach augegriffeno und so verschiedenartig gedeutete Stolle Gen. 12,6 והכנעני אז בארץ zu erklären. Nicht die Kanaaniter lebten damals noch im Lande. Das hat überhaupt keinen Sinn, weil zu jeder Zeit, auch zur Zeit der Könige, dio palästinensischen Städte kanaanitische Einwohner hatten. Sondern: Kanaaniter, Chamiten und nicht Ebräer wohnten damals im Lande. Weil Palästina als Stammland der Urhebräer ein mit hebräischon Kulturdenkmälern besäter Boden ist, daher ist es schon damals das gelobte Land, das Land der Sehnsucht. Daher das Streben Therachs und Abrahams, nach Palästina zu gehen. Dies Bewußtsein von der Priorität Palästinas ist historisches Grundmotiv sämtlicher dio Prädestination Palästinas motivierender Erzählungen. Dort durfte Abraham am ehesten hoffen, seine Lehre zu verbreiten. Die Beziehungen Abrahams zur altbabyionischen Kultur werden durch Bibel und Inschriftenfundo in gleicher Weise belegt. Daß Gott den Stammvätern erschienen ist als אל שרי Ex. 6,3 ist nicht, wie Wcllhausen behauptet, eine Erfindung des Priesterkodex, da der Name שרי dio allerjüngsto Gottesbezeichnung sei, sondern es entspricht das ganz der Bedeutung, die dieser Name im Altbabylonischen hat, wo שרו der allgewaltigo Beschützer, der Starko heißt. Die Erzählung Baba bathra 91a, daß die Mutter Abrahams אמתלאח בת כרנבוא hieß, versetzt uns in das Milieu der koilinschriftlichon Eundo. Von den Hundorten von Namen von Priesterinnen, die uns bekannt, sind dio meisten mit אנזח Dienoriu zusammengesetzt. Ebenso die männlichen Personennamen mit כר. Das gleiche gilt von Theraeh, Abram, Milka, Sara. Es sind das alles Namen, dio mit den Attributen der altbabylonisehen Götter Zusammenhängen. Die moderne Wissenschaft nimmt das freilich zum Anlaß, die ganze Patriarchengoschichte in Mythologie aufzulöson. Das müßte sie aber dann auch mit den tausenden Babyloniern und Assyrern machen, deren Namen uns bekannt sind. Von den Urkebräern hat dio altbabylonischo Religion

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