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Jeschurun · 1914-11-01 · Heft 11 (November 1914) · page 20

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1914)
Issue
Heft 11 (November 1914)
Date
1914-11-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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392 Probleme der Pentateuchexegese. verzweifelten Ausweg zu entgehen, daß er annimmt. der ..Redactor“ habe den Bericht über die Schöpfung der Pflanzen weggelassen. Allein mit einer solchen willkürlichen, ganz unbegründeten Annahme ist das Geständnis verbunden, daß die Hypothese unhaltbar sei. 3. Wer den ganzen Abschnitt unbefangen liest, empfängt sofort den Eindruck, daß hier nichts anderes als die Schöpfung des Menschen (ausführlicher, als dies im ersten Kapitel geschehen ist) dargestellt werden soll. Wenn später auch von der Bildung der Tiere berichtet wird, so dient dies nur zur Einleitung der Erzählung von der Schöpfung des Weibes. Eine Geschichte der ersten Entstehung der Pflanzen dagegen gehört gar nicht in dieses Kapitel. Betrachten wir die Stelle genauer, so wird es sich ergeben, daß sie den Schöpfüngsbericht von K. 1 notwendig voraussetzt. Da. wie gesagt, unser Abschnitt nur die Schöpfung des Menschen darstellen will, so bedarf es der Erklärung, was die Bemerkung über das Nichtvorhandensein der Gewächse eigentlich bezweckt. Was kümmert es uns, ob während der Schöpfung des Menschen die Pflanzen bereits da waren oder nicht? Erwägt man ferner, daß überall, wo ein mit .,טרם“ beginnender Satz einem andern Satze vorangeht, darauf Gewicht gelegt wird, daß die im Nachsatze erzählte Begebenheit vor der Handlung des Vordersatzes geschehen ist (vgl. z. B. Gen. 19.4: 24.15). so wird man nicht umhin können, unsere Verse so zu verstehen, daß, ehe noch etwas aus der Erde hervorgewachsen war. ein Nebel die Erde tränkte und Gott den Adam aus dem Staube dieser Erde bildete. Was nun die Schrift damit sagen wollte, das hat bereits Josephus (Ant. 1.1.2). wahrscheinlieh nach einer von den Rabbinen empfangenen Tradition, deutlich erklärt. Josephus sagt: ״Der Mensch wurde Adam genannt Dieses Wort aber bedeutet in der hebräischen Sprache ,.rot“ (feuerfarbigl. weil er aus roter gekneteter Erde gemacht wurde: diese ist nämlich die jungfräuliche und wahre Erde. ToiauTY] yap s<7~1v */) TcapJHvos ידך zal 0&7)S*ivy). Nach Eranz Delitzsch' Comment. meint Josephus damit die erstaunlich fruchtbringende und aromatisch rote Erde ard hamrä der Ab-

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