Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- Heft 11 (November 1914)
- Date
- 1914-11-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Rashi 1× ep/1002670
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Probleme der Pentateuehexegese. 391 tatoren bemerkt und in verschiedener Weise gelöst worden. Raschi meint (nach Bereschith rabba), die Pflanzen standen vom dritten bis zum sechsten Tage an der Oberfläche der Erde (על פחח הארץ), sie sproßten aber erst am sechsten Tage hervor und wurden sichtbar. Ähnlich dieser Erklärung ist die des Storno, wonach zwar virtuell die Pflanzen schon am dritten Tage, aktuell aber erst am sechsten Tage vorhanden waren. Noch andere Lösungen flnclet man bei Ramban. R. David Kimchi und in Raschi zu Bereschitt rabba C. 15 anfangs. Die Kritiker gaben sich mit allen diesen Lösungen nicht zufrieden und behaupten, daß uns in der Genesis zwei verschiedene voneinander ganz unabhängige Schöpfungsgeschichten vorliegen. Nach der ersten Urkunde (Gen. 1,1—2,3) wären zuerst die Pflanzen und dann der Mensch, nach der zweiten (Gen. 2.-1ff.) dagegen die Pflanzen erst nach der Schöpfung des Menschen ins Dasein getreten. Vor allem sei bemerkt, daß die von seiten der Kritiker gegebene Lösung des Widerspruchs an unserer Stelle, bei Licht betrachtet, ganz und gar nicht genügt. Würde, wie die meisten Neueren glauben, der Bericht im zweiten Kapitel der Gen. ganz unabhängig vom ersten Kapitel über die ursprüngliche und erste Schöpfung der Pflanzen erzählen, so wäre derselbe noch viel schwieriger. Denn 1. wie könnte die Schrift sagen: ״Es waren noch keine Pflanzen auf der Erde, weil Gott noch nicht hatte regnen lassen und kein Mensch da war, den Boden zu bearbeiten“, als wenn ohne Samen durch Regen und menschliche Arbeit allein Pflanzen aus der Erde sproßten?! 2. Nach diesen Sätzen über den Regen und die Pflanzen wäre zu erwarten, daß später berichtet wird, wie Gott regnen ließ und durch menschliche Arbeit die verschiedenen Pflanzen hervorgebracht wurden. Statt dessen wird weiter nichts erzählt, als daß Gott liebliche Bäume aller Art im Garten Eden wachsen ließ. Wie sind nun aber die übrigen Pflanzen entstanden? Woher kam ״das Kraut des Feldes”, welches in dieser Erzählung selbst (3,18) erwähnt wird? Diesen Einwand hat schon Dilimann bemerkt, und er suchte demselben mit dem