Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1914)
- Date
- 1914-10-01
- Page
- – (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
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Zur Erkennung von Gelatine (Gallerte) usw. 373 anderen Bestandteilen des tierischen Körpers hergestellt wird; vom Standpunkt der Thora also zum Essen durchaus verboten ist. In Amerika, wo gefrorener Rahm oder ״ice-cream“ allein oder als ״ice-cream soda״, d. h. Gefrorenes mit Sodawasser in enormen Mengen und für einen sehr geringen Preis verzehrt wird, wendet man die Gelatine sehr oft an, um den ״ice-cream“ dicker, dauerhafter (nicht zu schnell schmelzend) zu machen. Da die meisten Juden hier ״ice-cream“ ohne jedes Bedenken in allen Konditoreien, Apotheken und anderen Läden zu kaufen und zu essen pflegen, schien es mir wünschenswert, eine Methode zu eruieren, wie man den echten Rahm vom verfälschten unterscheiden und das Vorhandensein von Gelatine in Mischungen mit anderen Substanzen nachweisen könne und damit die gesetzestreuen Glaubensgenossen vor einem אסור bewahre. Die Aufgabe war eine schwierige; man mußte nämlich die Proteide oder Eiweißkörper des Rahmes fällen lassen, aber ohne die Gelatine mit zu fällen und dann eine Reaktion zur Erkennung der letzteren finden. Nach verschiedenen Versuchen jedoch fand ich das Verfahren, das von dem englischen Chemiker A. W. Stokesl) empfohlen wurde, zu diesem Zwecke geeignet. Diese Methode ist, wenn man sich in ihr etwas geübt hat, sehr genau, schnell und leicht ausführbar. Darum will ich sie hier beschreiben. Methode. Zwei Reagentien sind notwendig. 1. Eine Lösung von Quecksilber in Salpetersäure. Man nimmt eine bestimmte Menge Quecksilber und setzt ihr das Doppelte ihres Gewichts von rauchender konzentrierter Salpetersäure (Sp. Gew. 1,42) zu. Nachdem das Quecksilber vollständig gelöst ist, verdünnt man die Lösung mit 25 Teilen Wasser. 2. Eine gesättigte wässerige Lösung von Pikrinsäure. Man nimmt 10 ccm von dem Rahm oder anderem zu unter- ף A. W. Stokes, ״The Analyst.“ London. Vol. 22, p. 320.