Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1914)
- Date
- 1914-10-01
- Page
- – (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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374 Zur Erkennung von Gelatine (Gallerte) usw. suchenden Material, setzt 10 ccm vom Reagens No. I dazu und verdünnt die Mischung mit 20 ccm Wasser. Die Flasche soll einige Minuten tüchtig geschüttelt und dann fünf Minuten lang stehen gelassen werden. Dann wird die Masse filtriert. Wenn viel Gelatine vorhanden ist, wird schon das Filtrat trübe aussehen. Zu einigen ccm des Filtrates setzt man dann eine gleiche Menge vom Reagens No. 2 zu. Wenn nur eine Spur von Gelatine vorhanden ist, so bildet sich sofort ein gelber Niederschlag. Wenn aber keine Gelatine dabei ist, so bleibt das Filtrat vollständig klar. Ich habe diese Methode sehr peinlich und genau in verschiedenen Mischungen von Wasser mit Gelatine, Milch mit Gelatine und Rahm mit Gelatine ausprobiert und kann für ihre Genauigkeit einstehen. Die ganze Prozedur soll nicht mehr als 10 Minuten dauern, wenn man die Reagentien bereit hat, und man kann damit die Gelatine noch in einer Lösung von 1 : 10000 nachweisen. Ich habe verschiedene Proben von Rahm und ״ice-cream“ untersucht und fand überraschenderweise, daß fast alle billigen Sorten derselben voll Gelatine sind. Nur das Gefrorene, das von den besten Konditoreien und zu hohen Preisen hergestellt wird, enthält bei uns keine Gelatine, sondern reinen Rahm. Berichtigung. In dem Aufsatz: ״Volkskundliches zur Exegese“ im letzten Heft muß es auf Seite 284 Zeile 2 v. u. statt ״nach Ablauf eines Jahres“ heißen: ״nach Ablauf eines Monats“. Verantwortlicher Redakteur Dr. J. Wohlgemuth, Berlin. Verlag des Jeschurun, Berlin. Druck von Max Schmersow in Kirchhain N.-L.