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Jeschurun · 1914-10-01 · Heft 10 (Oktober 1914) · page 33

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1914)
Issue
Heft 10 (Oktober 1914)
Date
1914-10-01
Page
– (sequence 33)
Language
German
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m₪₪₪₪₪a₪₪mamaa₪₪aa₪m₪aBmi Zur Deszendenztheorie. 365 räumen würde, nach dein klaren Wortlaut der Schrift ausscheiden muß und als konstante• Erscheinung in der Welt an- Zusehen ist. Das erhellt aus der besonderen Erschaffung, über die wir nicht mit Ydasmann dadurch hinwegkommen, daß wir zwischen geistiger und körperlicher Entstehung trennen. Koch ausdrucksvoller scheint der bekannte Midrasch הקב״ה היה ריאה בתורה יברא העולם G-ott sah die Thora ein. als er die Welt schuf, das zu beleuchten. Was will dieser Ausspruch der Weisen in seiner anthropomorphistischen Hülle besagen? Er spricht deutlich die jüdische Lehre aus, daß die durch den Allmächtigen ins Dasein gerufene Y7elt von vornherein der Betätigung des Menschengeschlechts gewidmet war, und darum waren die später in der Thora für uns ausgesprochenen Normen s. v. v. für den Schöpfer bereits damals bestimmend. Hiermit ist die Konstanz der sittlichen Idee festgeiegt. Aber nur der Mensch unterliegt dem Gebote der Ethik und alle Menschen zu allen Zeiten im gleichen Maße. Wäre eine Fortentwickelung der Menschen, wie es der Deszendenztheorie selbstverständlich ist, und der Übergang der Tierreihe zum Menschentum möglich, so fiele einerseits die Konstanz der Sittlichkeit, andererseits würden prinzipiell anders geartete Wesen Träger des sittlichen Gedankens. Die Ewigkeit der Ethik und damit der Thora ist aber das am sichersten verbürgte Gut, das wir besitzen und auch die Menschheit wird dieser Gleichmäßigkeit der Sittlichkeit praktisch kaum entsagen wollen. Ein Mord war allezeit ein Mord, und wenn es Perioden gab, in denen er ungestraft geschehen durfte, so lag das daran, daß die Richter sich ebensoweit von der Sittlichkeit entfernt hatten, wie die Verbrecher, Diese Ansicht stützt sich darauf, wie die Schrift den ersten historischen Mord behandelt. Die ersten Menschen unterlagen zweifellos dem Sittengesetz: wie hätten anders ihre Untaten Verbrechen sein und Ahndung finden können? Auch die Sündfiut als Strafe für sittliche Verderbtheit der ersten Geschlechter kann nur so verstanden werden; ein weiterer Beleg sind die bekannten noachidischen Gebote. Eine konsequent für alle Zweige des individuellen und gesellschaftlichen Lebens

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