Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1914-08-01 · Heft 8-9 (August 1914) · page 36

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1914)
Issue
Heft 8-9 (August 1914)
Date
1914-08-01
Page
– (sequence 36)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2292929-2292930-2292938--00331-2293566
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Volkskundliches zur Exegese. Stimmung: sie unterwerfen sieh der Gewalt, die das Bündnis bedingt, und verlieren ihm gegenüber ihren freien "Willen und ihre Selbstbestimmung, wie die kriegsgefangene Frau gegenüber dem. in dessen Besitz sie gekommen ist. Das folgende והסירה שמלת ש^יד, מעליה besagt, daß ihr Besieger und Herr, nachdem sie durch das Abschneider! der Haare und Nägel symbolisch als ihm unterworfen gekennzeichnet ist. sie nicht als Sklavin behandeln, sondern aus freiem "Willen zu seiner Frau erheben will, so wie man den kriegsgefangenen Mann, nachdem man ihm die Stirnlocke abgeschnitten und als Unterworfenen gekennzeichnet hatte, in Freiheit setzte. II. Tom Verbrennen bei Toten und Verbrennen der Toten. Bekanntlich bestand die Sitte, beim Tode von Königen allerlei Dinge zu verbrennen. Vom König Asa wird so in 2. Chrom 16.14 berichtet, sein Grab sei mit Gewürzen gefüllt gewesen [oder er habe es damit füllen lassen] ״und man machte für ihn eine große Verbrennung“ ולצרפו ל1 שרפה גדולה. — Umgekehrt wird über Jehöram 2. Chron. 21.19 erzählt, ,,sein Volk habe (wegen seines schlechten Lebenswandels) keine Verbrennung zu seinen Ehren veranstaltet, wie sie bei seinen Vätern geschehen war“. — Dem König Zidkia verheißt Jeremia (Kap. 34,5), ״Du wirst in Frieden sterben und man wird für Dich Verbrennungen vornehmen, wie sie für Deine Väter, die früheren Könige, geschehen sind“. — Welcher Art diese Verbrennungen waren, wird in der Bibel nicht berichtet, außer etwa an der Stelle 2. Chron. 16,14, wonach bei Asa das Grab mit Gewürzen gefüllt war, demnach vermutlich eben diese abgebrannt wurden. Eine Bestätigung hierfür ist in einem Berichte des Josephus zu finden, nach welchem bei der pompösen Leichenfeier des Herodes 500 Sklaven und Freigelassene dem Paradebette mit Spezereien (also mit angezündeten Gewürzen) vorangegangen seien (Josephus, Antiqu. XVII 8,3; bellum lud. I 33.9). Die Töseftä (Sabbat 8,18) und Bäraitä (Abodä zärä 11a), Sanhedrin 52b behandeln diesen Gebrauch. Er wurde nach

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.