Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1914)
- Date
- 1914-08-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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273 Probleme der Pentateuehexegese. andern Dokumenten zusammengesetzt. Diese Hypothese wurde in Deutschland von Eichhorn und andern angenommen und ausgebildet. Später wurde von Vater Comment. zum Pent. und andern der Versuch gemacht, den ganzen Pentateuch in viele Meine von verschiedenen Verfassern herrührende Bruchstücke zu zerlegen und so entstand die ״wilde Fragmentenhypothese“, die aber wenig Anklang fand. Beliebter ward eine andere Hypothese, wonach der Pentateuch nicht aus mehreren Urkunden zusammengesetzt sein soll, sondern vielmehr aus einer Grund- Schrift, die dann vielfach überarbeitet und ergänzt worden sei, bestehen soll. Diese Ergänzungshypothese ward von Stähelin (Kritische Untersuchungen über die Genesis 1830) Bleek (Einl. in das A. T.) Tuch (Comm. z. Gen.) Delitzsch (Comm. z. Gen. 4) angenommen. Auch nach dieser Hypothese sollen die Stücke mit dem Gottesnamen אלדים der Grundschrift, die mit dem שם הזיה dem Ergänzer angehören. Die meisten neueren Kritiker verbinden aber die Urkundenhypothese mit der Ergänzungshypothese, indem sie entweder den Ergänzer der Grundschrift nach verschiedenen Urkunden mit eigenen Hinzufügungen den Pentateuch oder Hexateuch redigieren lassen, oder bei der Annähme verschiedener Urkunden einen Redaktor noch nötig haben, der dann und wann die eine Urkunde nach der andern umarbeitete oder mit der andern verschmolz. Nach Dillmann (Comm.) soll die Genesis aus folgenden Werken komponiert sein: A. Die Grundschrift (Ewald: Buch der Ursprünge); andere: Eichist (oder älterer Elohist), die bis Exod. 6,3 nur den Gottesnamen אלרים oder א, ״סדי gebraucht und den שם הויה absichtlieh vermieden haben soll. (Wellhausen: Q.) B. Das israelitische Erzählungsbuch (Ew.: der 3. Erzähler; Knobel: Rechtsbucb; andere: Der jüngere Elohist), das ebenfalls bis Exodus den שם הריח vermeidet. (Wellhausen: E.) C. Die judäisch-prophetische Schrift (Ewald: der 4. Erzähler, andere der J . . ist), der von Anfang an den שם הייה gebraucht. (Wellh.: J.) Diese drei Werke soll ein Redaktor zusammengearbeitet haben, indem er manchmal die eine der drei Urkunden allein erzählen lassen, manchmal aber verschiedene gemischt oder eigene Zu- 19*