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Jeschurun · 1914-08-01 · Heft 8-9 (August 1914) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1914)
Issue
Heft 8-9 (August 1914)
Date
1914-08-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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264 Der Weltkrieg. gerettet. Welch eine Versuchung für den unumschränkten Führer einer solchen Armee, für eine Persönlichkeit von so ausgeprägtem Selhsthewußtsein! Die letzten Wochen haben eine unauslöschliche Liebe zu ihm in unser Herz gepflanzt. Die vornehme Gesinnung gegenüber den Winkelzügen der feindlichen Herrscher und Staatsmänner, der schlichte Ton stiller Größe in den Kundgebungen, die demütige Unterwerfung unter die Schickung Gottes und das felsenfeste Vertrauen auf seine Hilfe, das alles zeigt uns. wie in unserem Oberhaupt sich die edelsten Züge der Volksgesamtheit einen, das gibt uns die Gewähr, daß wir mit reinen Händen in diesen gewattigen Krieg ziehen. Und soll man nicht auch der wurzelechten Religiosität gedenken, die uns jetzt überall gegenübertritt? Kein Zweifel: ..Kot lehrt beten״. Aber es ist doch noch mehr, was aus den Tiefen der Volksseele jetzt emportaucht. Kur wer so ganz durchdrungen ist von dem Bewußtsein, daß seine Hände ohne Schuld Blut vergießen, wer diesen Kampf in seinem Innersten als einen Kampf der Kotwehr erkennt, der kann so den Vf eg zu seinem Gott finden, wie wir es in diesen Wochen erlebt. Auch hier ein leuchtendes Vorbild und eine Bürgschaft der Kaiser. Von seinen Kundgebungen, die ja alle von tiefem religiösen Empfinden durchzogen sind, hat mich keine so ergriffen wie die Depesche an seine Tochter nach dem ersten großen entscheidenden Siege bei Metz: ..Gott der Herr hat unsere braven Truppen gesegnet und ihnen den Sieg verliehen. Mögen alle bei uns daheim ihm auf den Knieen ihre Dankgebete darbringen: möge er auch ferner mit uns sein und mit unserem ganzen deutschen Volke\u Der Tochter, bei deren Hochzeitsfeier unser Kaiser s. Z. schon Worte von rührender Zartheit fand, an der sein Herz mit besonderer Liebe hängt, sendet der Vater den ersten Bericht, in der ersten Freude offenbar hingeworfen, und in diesem Augenblick, in dem der Mensch einer kühlen Überlegung nicht fähig ist, da sich sein Innerstes offenbart, da spricht der Herrscher nur von Gott und dem heißen Dank an ihn, ein untrüglicher

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